Heike Sudmann
Liebe Hamburgerinnen, liebe Hamburger, liebe Abgeordnete! Elbtower und Naturkundemuseum: Wer glaubt da eigentlich an Wunder? Wer glaubt an das Wunder, dass der SPD-Schandfleck, das SPD-Mahnmal "Kurzer Olaf" sauber beseitigt werden kann? Wer glaubt an das Wunder, dass der Elbtower oder dass die Unterbringung des Naturkundemuseums die wirtschaftlichste Lösung sei? 595 Millionen Euro dafür auszugeben. Wir glauben nicht an Wunder, wir wollen Fakten sehen. Und zu den Fakten gehört, dass im Sommer 2024 der Investor Dieter Becken, der jetzt ein Konsortium gründet, gesagt hat, er kann nur mit dem Naturkundemuseum den Elbtower weiterbauen. Zu den Wundern gehört, dass bisher immer versprochen wurde, es wird keinen einzigen öffentlichen Cent für den Elbtower geben. Das wird jetzt gebrochen. Und es ist schon interessant, dass auf einmal der Elbtower die wirtschaftlichste Lösung fürs Naturkundemuseum sein soll. Der Elbtower, der nicht die Deckenhöhen hat, die fürs Naturkundemuseum erforderlich sind, der umgebaut werden muss. Der Elbtower, bei dem die Fassade, die jetzt schon steht von den 100 Metern, aufgebrochen werden muss, um die Exponate des Naturkundemuseums da reinzupacken. Wir glauben nicht daran; deswegen sagen wir, wir wollen eine Aktenvorlage. Wir wollen sehen können, wer hat wann mit wem geredet? Wer hat wann wem was versprochen? Und wie kann es eigentlich sein, dass auf einmal der Finanzsenator so glücklich ist mit den Findung der wirtschaftlichsten Lösung, was ihn angeblich aus der Notlage befreit, dass kein Geld in den Elbtower gesteckt werden kann. Das ist unser Antrag, und ich bin ehrlich gesagt enttäuscht, dass die CDU, die sich sonst immer ja versucht, als Oppositionsführerin zu gerieren, sagt: "Uns reicht eine freiwillige Aktenvorlage." Sie sind damit einverstanden, dass der Senat entscheidet, was wir als Abgeordnete sehen können. Das kann doch... Ja, was heißt vorerst? Wir haben wenig Zeit. Wir wissen ganz genau: Aktenvorlage, die Akten zu studieren, braucht sehr, sehr viel Zeit. Deswegen fordern wir Sie auf: Stimmen Sie unserem Antrag zu, weil das hat Hamburg nicht verdient, dass hier 595 Millionen Euro so verscherbelt werden. Danke.
