Sandro Kappe
Sehr geehrte Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Vorredner! Also, ich glaube, wir haben alle das gleiche Ziel. Wir müssen die Potenziale nutzen. Nur wir haben eine andere Herangehensweise. Ich glaube, darüber sprechen wir schon seit drei Jahren. Wir gucken uns einfach mal die Zahlen an. Herr Mohrenberg sagte gerade, von null auf 100 irgendwas. Das würde bedeuten, dass man keine PV-Anlagen auf den städtischen Gebäuden hatte vorher. Vor 2020 hatten wir so 180. Soll ich Ihnen mal sagen, wie viele wir jetzt haben? 255. Also, wir haben in fünf Jahren nicht viele neue PV-Anlagen geschafft – von 10.478 Gebäuden. Die Stadt kriegt also das nicht hin, was Sie gerade erzählen. Und zwar, die eigenen Gebäude mit PV-Anlagen draufsetzen. Wir haben vor drei Jahren beantragt: Lasst die Flächen doch ausschreiben. Der Teilnehmer, der am schnellsten PV-Anlagen draufsetzt und die höchste Pacht zahlt, der kriegt den Zuschlag. Sinnvoll, so würden wir es ganz schnell über den Markt schaffen, dass wir viele PV-Flächen bekommen. So hat es übrigens Rot-Grün in Niedersachsen jetzt gemacht. Mit 1,5 Grad hat man 500 Gebäude ausgeschrieben, 550.000 Quadratmeter, und schafft es innerhalb von wenigen Jahren, riesige Flächen zu ertüchtigen. Das war was, was wir vorgeschlagen haben. Rot-Grün in Niedersachsen, oft sind die ein bisschen schlauer als in Hamburg. Sie gehen einen anderen Weg. Sie sagen: Herr Dressel und Frau Fegebank, die gründen eine neue Einrichtung, die sich als Stadt darum kümmert. Darüber haben wir lange gestritten. Und wir haben gesagt, Sie werden dieses Nadelöhr nicht begegnen können. Und Sie werden gar nicht schnell genug sein. Und wir sehen anhand der Zahlen: Wir hatten recht. Weil in drei Jahren haben Sie wenig Flächen entwickelt, im Gegensatz zu der freien Marktwirtschaft, das haben Sie gerade gesagt, und im Gegensatz zu anderen Bundesländern. Also zeigt es deutlich: Der Markt kann es deutlich besser, und diesen Weg hätten wir eher gehen müssen. Aber da wollten Sie ja nicht mitgehen. Ihr Konzept hat keinen konkreten Fahrplan. Kosten bleiben offen. Das steht sogar: "Haushalterisch nicht zu beachten." Ich bitte Sie, man muss doch die PV-Anlage beziffern können, wie teuer es ist. Wir haben sogar von Herrn Dressel Extra-Millionen bekommen, dass auf den Schuldächern mehr Flächen belegt werden als erforderlich sind, weil was sich nicht gerechnet hat. Auch müssen wir uns endlich mal über die SAGA Gedanken machen, die überhaupt nicht vorankommt. Wir müssen uns über den Flughafen Gedanken machen. Große Flächen, die nicht mit PV-Anlagen belegt werden. Und Frau Domm, wissen Sie eigentlich, warum? Der Flughafen argumentiert, es würde blenden. Und deswegen sagt der Flughafen, möchte er keine PV-Anlagen haben. Solange Sie diese Konflikte innerhalb der städtischen Unternehmen und der Stadt nicht endlich lösen, geht hier nichts voran. Weil eigentlich erwarten wir eins: Nicht nur reden, sondern auch als Vorbild dienen. Und das sind Sie definitiv. Und das ist sehr schade.
