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Rosa Domm

GRÜNE 3:09 min Sitzungen 23/13

Sie müssen nicht fluchtartig den Raum verlassen. Es geht um die Solarstrategie, meine Damen und Herren. Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Eine Solaranlage einer Hamburger Bürgerenergiegenossenschaft auf dem Diakoniezentrum für Wohnungslose in Eimsbüttel oder der große Solarparkplatz auf dem Firmengelände eines Wandsbeker Elektrogabelstaplerherstellers – schon heute gibt es viele großartige Solarprojekte in Hamburg, die großes Potenzial zum Nachmachen bieten. Denn Hamburgs Potenzial für Solarenergie ist trotz des starken Zubaus auch der letzten Jahre noch längst nicht ausgeschöpft. Perspektivisch könnten wir als Stadt zwei Drittel unseres eigenen Strombedarfs durch eigene Dachflächen decken. Damit wir dem immer näherkommen, gibt es jetzt die Solarstrategie des Senats. Derzeit sind wir beim Zubau denn auf einem guten Weg. Die Produktion von Strom aus Solaranlagen ist im ersten Halbjahr 2025 um mehr als 80 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Auch aufgrund unseres 2023 verabschiedeten Klimaschutzgesetzes, zu dem ja auch die Solarstrategie hier gehört. Da wollen wir ansetzen und weiter skalieren. Ziel ist, bis 2030 mindestens 500 Megawatt Peak und bis 2035 mindestens ein Gigawatt Peak als Stadt gemeinschaftlich zu schaffen. Und das heißt auch gemeinschaftlich, denn es ist am Ende nicht ausschließlich die Stadt, natürlich vor allem auch, aber eben auch private Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer. Wichtige Bausteine aus der Solarstrategie dafür sind – an allererster Stelle für uns wichtig: die Mietenden mitzunehmen. Denn diejenigen sind die, die können sich nicht selber auf ihr eigenes Dach eine Solaranlage montieren, sondern sind darauf angewiesen, dass die Vermieterinnen und Vermieter zum Beispiel Mieterstromangebote oder Angebote der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung ermöglichen und fördern. Da wollen wir ansetzen, denn wir wollen, dass der Strom auch dort verbraucht wird, wo er produziert wird, und dass somit auch Nebenkosten für Mieter sinken. Ein weiterer wichtiger Punkt ist auch, dass wir die Fachkräftegewinnung an dieser Stelle stärken. Denn es geht ja auch darum, die Fachkräfte zu gewinnen für dieses Feld. Es gibt auch da natürlich einen Wettbewerb unter den Handwerksbetrieben, wer die Fachkräfte gewinnt, und da wollen wir ansetzen, weiter auch mit dem runden Tisch für das Klimahandwerk. Ein weiterer wichtiger Baustein ist eben, dass wir auch die Potenziale nutzen, die vielleicht nicht sofort auf der Hand liegen. Zum Beispiel auch die großen Dächer, die wir haben – rund ein Sechstel der Dachflächen in Hamburg sind auch sehr große Dächer, wie beispielsweise aus der Logistik, aus dem Hafen. Und die zu nutzen, die zu fördern, das steht auch ganz oben auf der Agenda. Wir wollen aber natürlich an dieser Stelle auch noch einen weiteren Win-win-Effekt nutzen. Gerade da, wo wir auch Flächen haben, die biologisch beispielsweise verarmt sind, aus Monokulturen, auch zu nutzen, um die Biodiversität auf der Seite wieder zu stärken. Denn das geht mit Freiflächen-PV, die wir gezielt dafür nutzen, auch die Biodiversität dieser Stadt anzukurbeln, und auch diesen Win-win-Effekt für die Natur an der Stelle zu nutzen. Ganz klar ist jetzt: Die Solarstrategie ist eine Strategie, aber wir müssen der Maxime folgen: bauen, bauen, bauen oder installieren, installieren, installieren, denn jetzt ist die Zeit, richtig zuzubauen, um die Ziele auch zu erreichen.

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