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Eugen Seiler

AfD 1:46 min Sitzungen 23/12

Sehr geehrtes Präsidium, werte Abgeordnete und Zuschauer! Hamburgs Frauenhäuser sind ein sicherer Hafen für Frauen und Kinder in größter Not. Doch dieser Hafen ist bereits überflutet. In Hamburg gibt es 241 Plätze und fast doppelt so viele Anfragen. Die Lage ist ernst. Und um diese ernste Lage zu bewältigen, braucht man statistische Mechanismen, die momentan fehlen. Laut Statistik über die häusliche Gewalt sind etwa 60 Prozent der Täter Deutsche und etwa 40 Prozent Ausländer. Man möge meinen, dies würde sich auch in den Frauenhäusern widerspiegeln. Aber ich hatte Kontakt zu einer Frau, die einige Zeit im Frauenhaus "Frauen helfen Frauen" untergebracht war, und sie berichtet mir, dass sie dort die Einzige gewesen ist, die Deutsch gesprochen hat. Es ist natürlich nur eine Momentaufnahme. Konkretes Problem ist, es werden keine Nationalitäten der schutzsuchenden Frauen erfasst mit der Begründung, dies sei irrelevant. Das ist Augenwischerei. Wer die Realität ignoriert, der verhindert Lösungen. Wer das nicht sehen will, riskiert, dass Hilfe ins Leere läuft. Eine statistische Erfassung der Nationalität bedeutet nicht Diskriminierung, sondern Verantwortung. Nur wenn wir wissen, wer Schutz sucht, können wir zielgerecht unterstützen. Es geht hier nicht um Ideologie, sondern um praktische Vernunft. Daten sind die Grundlage für Lösungen. Wer sie verweigert, lässt die Frauenhäuser im Blindflug weitersteuern. Darum fordere ich Sie auf, unterstützen Sie unseren Antrag! Vielen Dank.

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