Michael Gwosdz
Oder so ähnlich. Ja, Herr Präsident, liebe Kolleg:innen! Frau Stöver, das Thema war jetzt nun mal die Schulhöfe. Über die demografische Entwicklung an den Schulen können wir durchaus an anderer Stelle auch noch mal diskutieren. Wir haben ja gleichzeitig die Situation, dass die Zahl der Kinder wieder sinkt, also wir grade einen Peak haben, der durch die Schulen durchläuft, auch durch die weiterführenden Schulen, das ist klar. Und damit muss man aber dann auch mit der Situation entsprechend verantwortungsvoll umgehen, und das wird auch zu gegebener Zeit gemacht. Aber heute reden wir über Schulhöfe, über einen wichtigen Ort im quasi zweiten Zuhause von Kindern und Jugendlichen, nämlich der Schule. Und da geht es nicht nur einfach um eine schön gestaltete Pausenfläche, es geht darum, wie Schulen Orte werden können, wo Kinder dann auch Klimaanpassung und Artenvielfalt praktisch erleben und wo Bildung für nachhaltige Entwicklung eben nicht nur im Unterricht stattfindet, sondern auch im Alltag zu finden ist. Und dass eine naturnahe Gestaltung von Schulhöfen auch relevant ist, das haben wir zum Beispiel gerade gesehen in diesem Sommer an der Grundschule am Baakenhafen. Da wurden an heißen Tagen über 50 Grad gemessen. Das zeigt ganz deutlich: Es geht hier also nicht nur einfach um irgendwas schönes Chichi, ein bisschen mehr Grün, sondern es geht wirklich darum, auch die Bedingungen auf den Schulhöfen für die Kinder elementar zu verbessern. Deswegen sind naturnahe Schulhöfe kein Zusatzprojekt, sondern eine Investition in gute Lern- und Aufenthaltsbedingungen. Sie verbessern das Mikroklima, sie speichern Wasser, sie schaffen Lebensraum für Insekten, Vögel und Pflanzen und sie fördern das Lernen im Freien. Kinder erfahren damit unmittelbar, wie ökologische Kreisläufe funktionieren und was Klimaanpassung im Alltag bedeutet. Solche Lernorte stärken Bewegung, Gesundheit und Umweltbewusstsein gleichermaßen. Und der Bericht zeigt uns schöne, gelungene Beispiele. Und ja, das ist ein erster Schritt, Frau Stöver. Da muss noch mehr kommen. Sie lesen im Bericht aber ja auch: 300 Millionen Euro stehen insgesamt für die Gestaltung und Sanierung von Außenlagen an. Und in Verbindung mit der Richtlinie besteht jetzt eine große Chance, diese Mittel auch gezielt dafür zu nutzen, dass Schulhöfe nicht nur saniert und verbessert werden, sondern eben auch naturnah gestaltet werden. Jeder entsiegelte Quadratmeter, der damit kommt, ist ein Gewinn für das Lernen und für die Kinder. Vielen Dank.
