Juliane Timmermann
Ja, ich bin quasi verlockt worden von Herrn Wolter, noch mal hier Stellung zu beziehen, weil mich das schon sehr irritiert. Sie haben sehr deutlich gemacht, welche Kritik Sie am IOC, an Olympischen Spielen und an ihrer Durchführung, an ihren Kosten und so weiter haben. Dann wundert mich Ihre Ausführung aber im Sportausschuss, und ich möchte das gerne auch in die breite Öffentlichkeit tragen. Denn hier in Hamburg, Olympische und Paralympische Spiele, können Sie sich nicht vorstellen, aber in Afrika. So war Ihre Aussage im Sportausschuss. Wir haben nämlich darüber diskutiert, wie das denn sozusagen sein kann, und dann wird hier so dargestellt nach dem Motto, das ist alles ganz furchtbar, und wieso immer, ne, nur in Industriestädten und man muss doch auch in andere Regionen gehen, und da war Ihr Beispiel Afrika. Wenn das dann alles so furchtbar ist, wieso dann bitte dort und nicht hier? Das finde ich, ist ein Widerspruch, den Sie gerne hier an dieser Stelle auch noch mal aufklären können. Und noch einmal, und das ist, glaub ich, die Chance, die wir mit Olympischen und Paralympischen Spielen haben. Wir leben im Moment in wirklich schwierigen Verhältnissen. Und zwar jetzt gar nicht auf Hamburg bezogen, sondern für den einen oder anderen scheint die Welt aus den Fugen. Und dann ist doch die Frage: Wie wollen wir in 10, 15 oder 20 Jahren zusammenleben? Und gerade in diesen turbulenten Zeiten eine Vision, eine Idee zu haben, wie das sein kann. Und das ist das, was Paralympische und Olympische Spiele bieten, denn Hamburg ist vielfältig. Nein, Frau Sudmann, das können wir gleich gerne hier noch mal klären. Hamburg, das ist vielfältig. Die Stadt ist weltoffen und solidarisch. Wir haben bei vielen Sportgroßveranstaltungen in Hamburg gezeigt: Hamburg feiert mit seinen Gästen und ist eine wunderbare Gastgeberin. Und warum wollen wir der Welt nicht zeigen, dass nämlich Frieden, Toleranz, und auch egal, woher ich komme, wer ich bin, wen ich liebe, dass das hier in Hamburg stattfinden kann. Und daher kann ich nur sagen: Lassen Sie uns um die besten Ideen für Olympische und Paralympische Spiele streiten, ein Konzept entwickeln, das dann am 31. Mai vorliegt. Und ich glaube, dass wir dann alle sehr wohl ja sagen können.
