Sina Imhof
Ja, sehr geehrter Herr Präsident, werte Kolleginnen und Kollegen! Die Menschen in unserer Stadt stimmen im kommenden Jahr darüber ab, ob sie den Weg zu einer möglichen Bewerbung Hamburgs für Olympische und Paralympische Spiele gehen wollen. Und das ist genau der richtige Weg. Denn diese Entscheidung kann und darf keine Entscheidung aus dem Rathaus sein. Sie muss aus der Mitte unserer Stadtgesellschaft kommen. Die Spiele können eine große Chance für Hamburg sein, wenn sie von Anfang an als Spiele für die ganze Stadt gestaltet werden. Das heißt: Wir wollen keine seelenlosen Betonburgen, die nach vier Wochen Glanz wieder verrotten. Wir wollen nachhaltige Impulse für alle. Wir wollen eine Bewerbung, die den Bau von bezahlbaren Wohnungen beschleunigt, die unsere Parks und Grünflächen erweitert und die den öffentlichen Nahverkehr dorthin bringt, wo er heute noch fehlt. Wir wollen Sportstätten, die nach den Spielen den Schulen und Vereinen in den Stadtteilen zur Verfügung stehen. Das ist unser grünes Verständnis von Olympia – ein Motor für eine lebenswerte, sozialere und ökologischere Stadtentwicklung. Und genau deshalb ist dieses Referendum so entscheidend. Wir legen die Entscheidung bewusst in die Hände aller Hamburgerinnen und Hamburger. Wir wollen ein Olympia für alle. Dieser Volksentscheid verankert diesen Ansatz und ist dennoch nur ein Meilenstein. Die Zeit bis zum 31. Mai 2026 muss eine Zeit des Dialogs sein, eine Zeit des Zuhörens, des Abwägens und auch der kritischen Debatte. Sowohl davor als auch danach muss es eine enge Einbindung von Vereinen, von Umweltverbänden, von Initiativen und all der anderen wichtigen Verbände, die das Leben in unserer Stadt tragen, handlungsleitend sein, damit Olympia aus uns zu einer besseren Stadt für alle führt. Lassen Sie uns diese Chance nutzen, gestalten wir gemeinsam eine Vision für unsere Stadt, eine Vision von Spielen, die Hamburg weiterbringt. Herzlichen Dank! Herr Wolter erhält das Wort für die Linksfraktion.
