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Dr. Joachim Körner

AfD 4:53 min Sitzungen 23/12

Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren. Es stimmt, der Anteil der Senioren nimmt zu. Es ist auch richtig, wenn die Politik sich um die Anliegen der älteren Menschen kümmert und dabei dafür sorgt, dass Hamburg auch für diese Menschen eine lebenswerte Stadt bleibt, sodass sie bis ins hohe Alter ein aktives und selbstbestimmtes Leben führen können. Maßnahmen, die diesen Zielen dienen, verdienen unsere Unterstützung. Senioren wollen sich in Hamburg wohlfühlen. Sie möchten ihre Selbstständigkeit so gut es geht und so lange wie möglich erhalten. Sie möchten auch in ihrem gewohnten Umfeld bleiben und ihre sozialen Kontakte zu Familie, Bekannten und Nachbarn pflegen können. Vor allen Dingen aber wollen sie nicht vereinsamen. Dazu braucht es in ihrem näheren Wohnumfeld den gewünschten Service, Geschäfte, Nachbarschaftshilfe, schon angesprochen ärztliche Versorgung sowie gegebenenfalls auch die notwendige Pflege. Es ist auch in Ordnung, wenn älteren Menschen beim Gebrauch digitaler Geräte geholfen wird, sofern sie dies möchten. Es darf jedoch keinen Zwang zur IT-Nutzung geben, auch nicht indirekt, weil der bisher übliche Service nicht mehr zur Verfügung steht. Alle Besorgungen müssen auch ohne Elektronik erledigt werden können. Jeder muss weiter bar bezahlen können. Auch Behördendienstleistungen müssen ebenfalls von Mensch zu Mensch zugänglich bleiben. Wir wollen doch eine menschliche Gesellschaft sein! Was älteren Menschen am meisten Sorge macht, sind die Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln, Strom und Heizung. Bei jedem Einkauf sehen Hausfrau und Hausmann, dass die Preise für den täglichen Bedarf immer mehr steigen. Sie machen sich Sorgen, wie sie das bei ihren meist kleinen Renten bezahlen sollen. Das gilt natürlich auch für die Wohnung und für die Pflege. Man sieht zunehmend Menschen, die Pfandflaschen sammeln. Diese Menschen erleben nicht das reiche Land, von dem manche Politiker reden. Hier muss die Politik handeln. Auch die Sicherheit für die älteren Menschen ist ein wichtiges Thema. Es gibt vermehrt Wohnungseinbrüche, Überfälle, Handtaschendiebstähle und vieles andere. Ältere Menschen möchten auch gerne mal ins Kino gehen oder ins Konzert oder in andere Vergnügungen. Aber sie trauen sich nicht mehr. Die Straßen, die Bahn und die Busse sind einfach nicht mehr sicher. Da muss Abhilfe geschaffen werden. Es wäre eine wichtige Hilfe für unsere Bürger, einschließlich Senioren, wenn die Politik sich dieser Anliegen ernsthaft annähme: das Vermeiden von Energiepreissteigerungen und das Wiederherstellen der öffentlichen Sicherheit. Wenn Sie das mit der Sicherheit bezweifeln, ich bin 70 Jahre alt geworden und ich bin nie angegangen worden, aber seither habe ich es mehrmals erlebt. Fassen wir kurz zusammen. Es ist richtig, wenn der Senat sich dafür einsetzt, dass Hamburg auch für Senioren eine lebenswerte Stadt bleibt. Wir sehen jedoch noch weiteren Verbesserungsbedarf. Der Antrag zielt jedoch auf etwas anderes. Es geht darum, den Aktionsplan verlässlich zu begleiten. Einen Bericht zu etablieren, das halten wir für entbehrlich. Den Senioren nützt das nichts. Das ist zusätzliche Bürokratie in Zeiten, wo wir doch die Bürokratie abbauen wollen. Aus diesem Grunde lehnen wir den Antrag ab. Vielen Dank.

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