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Dr. Selina Storm

GRÜNE 1:59 min Sitzungen 23/12

Sehr geehrte Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen. Es hat bei dem "Haus der Erde" mehr als einen teuren Fehler gegeben, das ist unbestritten. Und deshalb ist es auch verständlich, dass die Opposition im Detail nachvollziehen möchte, wie es dazu kommen konnte. Der Senat hat bereits informiert, aber wir finden, aus Gründen der Transparenz ist es richtig, diese Akteneinsicht zu gewähren. Klar ist, es hat Abstimmungsprobleme gegeben zwischen Planern, Realisierungsträgern und Auftraggebern. Genau da müssen wir ansetzen. Unser Fokus sollte jetzt darauf liegen, was wir daraus lernen, nicht zuletzt, weil wir als Stadt mit der Science City noch einiges vorhaben. Vermutlich wird es wie so oft im Projektmanagement sein. Man braucht bessere Kommunikation, klarere Zuständigkeiten und eine Verzahnung in der Projektsteuerung. Zugleich müssen wir bei zukünftigen Bauvorhaben gerade im Wissenschaftsbereich stärker trennen zwischen den Anforderungen aus Forschung und Lehre. Das "Haus der Erde" zeigt exemplarisch, dass wir es mit sehr unterschiedlichen Bedarfen zu tun haben. Auf der einen Seite hochkomplexe Laboreinrichtungen und auf der anderen Seite Büro- und Lehrräume, die ganz andere funktionale Anforderungen haben. Gleichzeitig ist mir wichtig zu betonen, dass das "Haus der Erde" selbst ein wichtiges Element zur Forschung rund um den Klimawandel sein wird. Die Idee, die Geowissenschaften, Teile der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in der Nähe der Forschungseinrichtungen wie dem Deutschen Klimarechenzentrum und dem Max-Planck-Institut für Meteorologie anzusiedeln, um einen international sichtbaren Forschungsstandort zu bilden, war und ist prinzipiell richtig. Vergessen Sie das bei dieser Debatte bitte nicht. In diesem Sinne unterstützen wir den Antrag auf Akteneinsicht, um künftige Fehler zu vermeiden und dann neue Vorhaben effizient umzusetzen. Vielen Dank.

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