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Philine Sturzenbecher

SPD 1:51 min Sitzungen 23/12

Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen. Liebe Kolleg:innen von der CDU, Sie beantragen heute Akteneinsicht zum Bau des "Hauses der Erde" und Sie haben das notwendige Quorum erreicht, mit dem Sie den Senat zur Aktenvorlage auffordern. Das ist die ureigene Aufgabe dieses Hauses, Regierung und Verwaltung zu kontrollieren. Die aufgetretenen Bauprobleme und Kostensteigerungen müssen aufgearbeitet werden. Transparenz und gründliche Analyse sind wichtig für künftige Großprojekte in unserer Stadt. Aber Herr Kleibauer, warum Sie die Debatte schon heute ansetzen, bevor Sie überhaupt Akteneinsicht genommen haben und die Abläufe nachvollzogen haben, erschließt sich mir nicht. Liebe Kolleginnen und Kollegen, lassen Sie uns bei aller möglicherweise auch berechtigter Kritik nicht vergessen, wir müssen hier sehr darauf achten, dass die notwendige Aufklärung nicht in eine pauschale Kritik an den wichtigen Investitionen in Forschung und Wissenschaft umschlägt, solche Vorhaben infrage zu stellen, hieße, mit der Wissenschaftszukunft unserer Stadt zu spielen. Denn mit dem "Haus der Erde" entsteht auf dem Campus Bundesstraße ein weiteres wissenschaftliches Herzstück für Hamburg. Ein modernes Forschungsgebäude, das die Klima-, Umwelt- und Erdsystemwissenschaften unter einem Dach vereint. Und im Exzellenzcluster CLICCS werden hier künftig Studierende und Forschende gemeinsam daran arbeiten, wie sich Klima, Ozeane, Böden, Wirtschaft und Gesellschaft gegenseitig beeinflussen. Das "Haus der Erde" ist damit ein weiterer zentraler Baustein für Hamburgs Rolle als international sichtbarer Standort für Forschung und Lehre. Die Kostenentwicklung muss kritisch beleuchtet werden, das ist keine Frage. Aber wie eingangs bereits gesagt, die inhaltliche Debatte sollte nicht vor der Akteneinsicht erfolgen. Hier machen Sie quasi den zweiten Schritt vor dem ersten. Vielen Dank.

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