Dr. Gudrun Schittek
Ja, vielen Dank. Ich möchte noch mal einmal auf Herrn Çelik eingehen und noch mal deutlich machen, dass wir doch aktiv auch für die Geburtshilfe in Hamburg uns einsetzen. Das ist einmal unsere Senatorin, die in der Gesundheitsministerkonferenz dafür sich eingesetzt hat, dass dieser Hebammenhilfe-Vertrag nicht in Kraft tritt. Das hat sie zusammen mit anderen Gesundheitsministern schriftlich auch abgegeben, diese Stellungnahme. Und dann möchte ich noch mal sagen, es geht tatsächlich um die Beleghebammen. Und für Hamburg ist das die Altonaer Klinik. Bundesweit muss man sagen, dass etwa 20 Prozent aller Kliniken oder aller Geburten betroffen sind. In Bundesländern ist das unterschiedlich, in Bayern sind das 80 Prozent, das ist richtig viel. Also das hat ganz große Auswirkungen auf die Betreuung. Und jetzt wird in dieser kurzen Zeit bis zum 1. November nicht sofort das möglich sein, den Schiedsspruch zu ändern, auch gerichtlich nicht. Das ist unrealistisch, so etwas dauert ja längere Zeit. Aber was passieren kann, ist, dass die Klinik in Altona sollte bereit sein, den Hebammen die Differenz zu zahlen von dem, was ihnen jetzt an Honoraren entgeht. Und das sind keine hohen Honorare. Wie gesagt, seit 2017 sind die Honorare nicht erhöht worden. Wenn das nicht möglich ist, sollten aber auf jeden Fall solche Tarifverträge abgeschlossen werden, dass die Hebammen ein gutes Auskommen haben und dass sie auch personell so besetzt sind, dass die Frauen gut betreut werden unter der Geburt. Vielen Dank.
