Anna-Elisabeth von Treuenfels-Frowein
Sehr geehrter Präsident, meine Damen und Herren. Chancen- und Bildungsgerechtigkeit heißt Zugang zu sozialer Bildung unabhängig von der sozialen Herkunft. Darüber sind wir uns hier, glaube ich, alle einig, das ist unstrittig. Umso unverständlicher finde ich es, dass Initiativen und Programme wie STARTplus intensiv und ArbeiterKind bis jetzt eben nicht von der Stadt finanziert worden sind. Das verstehen wir überhaupt nicht. Und auf der einen Seite versenken Sie hier Millionen Steuergelder in immer noch nicht sanierte oder überhaupt nicht bezugsfähige Universitätsgebäude wie das Haus der Erde oder das MINTforum et cetera, man kann die Liste fortführen. Und gleichzeitig ist kein Geld da für Bildungsgerechtigkeit. Finde den Fehler, meine Damen und Herren. Und auch beim BAföG, das haben wir ja auch im Ausschuss gehört, da hat die Vertreterin der HAW das ja sehr deutlich gesagt, zeigt sich deutlich, das Verfahren ist zu bürokratisch. Und im Bundesvergleich steht Hamburg sehr schlecht da, was die Verfahrensdauer der Bearbeitung angeht. Das heißt Studenten müssen Ewigkeiten, jedenfalls viel zu lange warten, bis ihr Antrag mal bearbeitet wird. Auch da ein Thema: Bildungsgerechtigkeit. Und zum Schluss möchte ich hier auch noch mal betonen, ich finde diese beiden Programme gut, das habe ich im Ausschuss auch gesagt, aber trotzdem müssen wir immer wieder sagen, ein Meisterbrief ist genauso wertvoll wie ein Mastertitel – sowohl für die Absolventen selber, als auch für die Hamburger Wirtschaft. Meine Damen und Herren, Hamburg braucht beides! In diesem Sinne möchte ich sagen, keine Akademisierung um jeden Preis. Wir brauchen gleichwertig starke Hochschulen und eine ebenso starke berufliche Bildung. Dafür stehen wir als CDU. Vielen Dank.
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