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Eugen Seiler

AfD 4:19 min Sitzungen 23/11

Sehr geehrtes Präsidium! Werte Abgeordnete und Zuschauer! Wenn wir heute über den Neubau einer neuen Oper in Hamburg sprechen, dann geht es nicht nur um eine Immobilie, um Zahlen und Baupläne. Es geht im Kern die Frage: Welche Kulturpolitik wollen wir in Hamburg? Wofür steht diese Weltstadt? Wofür steht unser Land, und was geben wir an die kommende Generation weiter? Ich sage es Ihnen gleich: Kulturpolitik ist nicht dazu da, linke, rechte, islamistische oder grüne Ideologien zu bedienen. Sie ist nicht dafür da... Sie ist nicht dafür da, den Menschen mit Gender-Wahnsinn ihre Sprache zu rauben und die Geschichte passend umzuschreiben. Kulturpolitik muss den Kern unserer Gesellschaft stärken, unsere deutsche Leitkultur, unsere Sprache, unsere Bräuche und unsere Tradition bewahren. Ja, das kommt ja noch, ganz entspannt. Wir verlieren nach und nach unseren Stolz – auf die vielen tollen Menschen, die unser Land geprägt haben: Dichter und Denker, Musiker und Architekten, Ingenieure, Unternehmer und Wissenschaftler. Hamburg hat als Weltstadt eine große Verantwortung. Wir müssen stolz auf unsere Geschichte sein und diese Geschichte auch selbstbewusst erzählen. Und dazu gehört eben nicht nur das ständige Gerede von Schuld und Versagen, das Linke und GRÜNE so gern ins Zentrum rücken. Es gehört auch die positive Seite dazu: Die Helden des Wirtschaftswunders, die Stifter und Unternehmer der Gründerzeit, die Menschen, die Hamburg aufgebaut haben, die Wohlstand und Zukunft geschaffen haben. Auch sie gehören in unser kulturelles Gedächtnis. Wenn wir Kulturpolitik ernst nehmen, dann müssen wir genau diese Balance halten. Wir dürfen unsere Tradition nicht aufgeben, wir müssen sie pflegen. Gleichzeitig müssen wir mutig in die Zukunft investieren und Projekte, die unser Selbstbewusstsein stärken und Hamburg sichtbar machen. Ja, das kommt ja gleich, das ist ja die Oper. Genau darum geht es beim Neubau der Oper. Schauen wir uns die Fakten an. Das alte Opernhaus aus den Fünfzigerjahren ist architektonisch kein Hit. So oder so ähnlich sehen auch einige Bürogebäude aus. Das Gebäude ist technisch am Ende, eine Komplettsanierung würde Hunderte Millionen verschlingen, ohne dass das Ergebnis wirklich zukunftsfähig wäre. Schon für den bloßen Weiterbetrieb bis zum Umzug sind 95 Millionen Euro eingeplant. Ein Neubau hingegen ist eine Chance. Es wird ein neues Opernhaus geschaffen, welches technisch auf der Höhe ist und eventuell eines der Wahrzeichen werden wird, damit Hamburgs Rang als Kulturmetropole gefestigt wird. Es gibt noch keine abschließende Kostenrechnung für das neue Opernhaus, deswegen gehe ich auf die detaillierten Zahlen in meiner Rede auch nicht weiter ein. Ende 2025 soll ein konkreter Entwurf vorliegen. Der Baubeginn soll 2030 starten und 2034 abgeschlossen werden. Ob die Bauplanung und Finanzierung auf soliden Beinen steht, muss sich noch zeigen. Ein besonderer Dank geht an die Kühne-Stiftung und speziell an den Herrn Kühne. Die Stiftung ist bereit, einen guten Teil der Kosten der neuen Oper zu übernehmen. Während Linke und GRÜNE solche Menschen verächtlich als Kapitalisten bezeichnen, sage ich: Das ist ein Glücksfall für Hamburg. Hier zeigt sich, wie private und staatliche Verantwortung Hand in Hand gehen können. Genau so geht nachhaltige Kulturpolitik. Die neue Oper soll ein Symbol sein, dass Hamburg auch große Bauwerke planen und bauen kann. Wir stehen für eine Kulturpolitik, die Leitkultur stärkt, Bürgern dient, private Verantwortung würdigt und Hamburg auf die Weltkarte setzt. Wir sind stolz, weltoffen und selbstbewusst – auf unser Hamburg, auf unsere Heimat. Die AfD sagt klar: Wir stehen für diesen Neubau. Und jetzt einmal noch mal kurz zu dem Ergänzungsantrag der Linken: wirklich unterste Schublade. Ich hab schon aufgehört, bei der Überschrift weiterzulesen. Scheinbar sehen Sie alle Unternehmer als Nazis an. Der Zusatzantrag ist daher abzulehnen. Vielen Dank.

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