Benjamin Mennerich
Verehrtes Präsidium, meine Damen und Herren, insbesondere meine Damen und Herren von den Regierungsparteien! Sie loben sich in dem vorliegenden Antrag ja ausdrücklich und ausführlich selbst dafür, wie viel Wohnraum Sie für Studenten und Azubis in den letzten Jahren geschaffen haben. Von einem Rekordniveau ist da die Rede. Gleichzeitig räumen Sie jedoch ein, dass die Zahl der geförderten Wohnungen lediglich stabil geblieben ist. Das heißt, bei insgesamt wachsender Wohnungszahl zwangsläufig, dass der Anteil der geförderten Wohnungen trotz vermeintlicher Rekordfördersummen gesunken ist. Wie kann das denn sein? Ich möchte Ihnen hier einen Erklärungsansatz anbieten. Es gibt ein anscheinend universelles Prinzip in der Wirtschaft, das das Verhältnis von Angebot, Nachfrage und Preis regelt. In diesem Fall kann man sagen, dass bei steigender Einwohnerzahl und sinkendem Fachkräfteangebot im Bausektor die Preise für neue Wohnungen immer weiter steigen. Wenn dann noch unsinnige Bauauflagen wie zum Beispiel überzogene Dämmvorschriften hinzukommen, kann man selbst mit Rekordausgaben nicht mehr genug Wohnungen bauen, damit alle ein bezahlbares Dach über dem Kopf haben. Anstatt also immer mehr Geld auf das Problem zu schmeißen und alle Hamburger Tochterunternehmen zu potenziellen Bauherren zu machen, gehen Sie doch zur Abwechslung mal die Ursachen der Probleme an! Setzen Sie sich für eine effektive Begrenzung des Zuzugs ein, für mehr Abschiebung von Kriminellen, und schaffen Sie unnötige Bauvorschriften endlich wieder ab! So bieten Sie den Azubis eine echte Alternative zum herrschenden Mietenwahnsinn.
