Leon Dewan Alam
Ja, Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen. Frau Frieling, hätten Sie den Antrag gelesen, dann hätten Sie erst einmal gelesen, dass wir schon über 5.000 Wohnheimplätze haben, 740 im Bau. Und ich finde, wenn die einzige Kritik der Opposition ist, dass das Ganze noch ein Ticken schneller gehen sollte, dann sind wir eigentlich auf einem guten Weg. Und das spricht dafür, dass wir einen guten Antrag hier haben. Fakt ist, 42 Prozent der Auszubildenden in Hamburg kommen nicht aus Hamburg, sondern ziehen zu. Und grade für Auszubildende mit meist ja geringen Vergütungen ist ein Umzug in eine andere Stadt häufig schwierig. Und Azubi-Wohnheime können da Abhilfe schaffen, im Grunde doppelt Abhilfe schaffen: Sie sind bezahlbar und sie leisten eben auch einen wichtigen Beitrag zum Ankommen in der Stadt, sie können Gemeinschaft schaffen. Und deshalb ziehen wir hier mit diesem Antrag alle Register. Es geht nicht darum, nur Ziele zu setzen, sondern es geht darum, ganz konkret, wo wir können, städtische Flächen zur Verfügung zu stellen, vor allem bei den großen Entwicklungsgebieten, von denen jetzt viele kommen werden. Es geht darum, mit den städtischen Unternehmen Azubi-Wohnheime zu bauen. Es geht darum, auch die privaten Bauunternehmen natürlich in die Pflicht zu nehmen und dabei aber auch finanziell zu unterstützen, um eben, ja, das Ambitionsniveau noch einmal zu erhöhen und so viele Wohnheimplätze wie möglich zu schaffen. Und diese 3.000-Wohnheimplätze-Zielmarke scheint der Opposition zu ambitioniert zu sein. Wir geben alles dafür, sie zu erreichen. Und es geht dabei auch darum, genauso viele Wohnheimplätze zu schaffen, wie wir Studi-Wohnheimplätze schaffen wollen. Und das ist kein Zufall, sondern es geht uns darum, klarzumachen, viele Auszubildende fühlen sich an der einen oder anderen Stelle gegenüber Studierenden benachteiligt, und das, obwohl sie ohne Frage einen essenziellen Beitrag leisten für unsere Gesellschaft, für die Wirtschaft, für den Sozialstaat, auch für den Klimaschutz. Und wir wollen diese Benachteiligung angehen. Wir arbeiten als Koalition mit diesem Antrag, aber auch darüber hinaus sehr hart an der konsequenten Gleichbehandlung von Auszubildenden und Studierenden. Auch darum geht es mit diesem Antrag. Vielen Dank.
