Marco Schulz
Sehr geehrte Frau Präsidentin, werte Kollegen, der Steindamm könnte schon allein durch seine Lage am Hauptbahnhof ein echtes Aushängeschild unserer Stadt sein, aber tatsächlich ist er für viele Hamburger und Touristen mittlerweile längst ein Ort, den man meidet. Wer dort unterwegs ist, erlebt eine offene Drogenszene, Dealer, illegale Prostitution und aggressive Gruppen in den Hauseingängen. Diese "malerische" Kulisse führt dann dazu, dass abseits weniger arabischer Cafés oder vietnamesischer Imbisse kaum gastronomische Vielfalt in der Form, wie wir sie aus anderen Stadtteilen kennen, dort noch gedeiht. Dafür trägt Rot-Grün die Verantwortung. Denn wer in neue Terrassen, moderne Ausstattung oder von mir aus auch Dachbegrünung investiert, darf nicht erleben, dass seine Gäste verunsichert werden, nur weil die Politik versagt. Wer Gäste bewirten will, braucht Sicherheit auf der Straße und eben keinen Crackgeruch vor dem Schaufenster. Und daher sagen wir als AfD natürlich auch ganz klar, die Gastronomie vor Ort, die Gastronomen selbst dürfen mit ihren Sorgen diesbezüglich nicht länger alleingelassen werden. Wir unterstützen deshalb ausdrücklich den Vorschlag nach mehr Polizeipräsenz, nach Videoüberwachung und einer eigenen Schwerpunktstreife. Ja, und man kann über Beleuchtungsvorschläge gerne witzeln, aber eine bessere Beleuchtung kann halt auch dafür sorgen, dass die Kollegen der Polizei notfalls die Spitzbuben schneller finden. Allerdings gilt: Erst wenn diese Maßnahmen tatsächlich greifen, kann man wirklich seriös über Standortkampagnen sprechen, denn die Gastronomie glaubt den seit Jahrzehnten ja im Endeffekt wiederholten politischen Versprechungen hier schon lang nicht mehr. Er muss wieder das werden, der Steindamm, was er sein könnte: ein lebendiges und vor allem sicheres Quartier. Vielen Dank.
