Anna-Elisabeth von Treuenfels-Frowein
Einfach mal zur Klarstellung des Sachverhaltes: Wenn Sie sich darauf berufen, was Sie vorhin getan haben, dass wir nach dem neuesten Bildungsmonitor auf Platz 3 wären, dann sollten Sie vielleicht auch gucken, was da abgefragt worden ist, nämlich alles andere außer Mathe. Und wir reden hier ja über Mathe, deswegen wär es, glaube ich, ganz gut, da etwas genauer hinzugucken. Da ging es nämlich darum, wie viele Stadtteilschulen wir haben, wie unser Betreuungsschlüssel ist, wie gut wir in Fremdsprachen sind. Glückwunsch an alle Schüler und Schülerinnen und an alle Lehrer und Lehrerinnen! War hier aber nicht der Punkt, sondern wir reden hier von Mathe – das ist das Erste. Das Zweite hat die HAW selber gesagt, dass sie das Programm ausweiten möchte, nämlich auf Mechatronik. Und ich kann mir das irgendwie überhaupt nicht vorstellen, wie man da irgendwie dagegen sein kann. Überleg mir, Links, Mitte, Rechts, wer kann denn da dagegen sein? Wir wollen doch, dass unsere Schüler und Schülerinnen Mathe können? Oder wollen wir es nicht? Weil die Handwerkskammer, die Handelskammer, alle erzählen einem das am laufenden Meter. Die HAW hat jetzt endlich ein Programm eingerichtet, was wirklich klappt. Da sagen sie mir: "Ja da sind ja auch noch Schüler aus anderen Bundesländern." Ja, so what? 55 Prozent sind Hamburger, dann helfen wir denen doch vielleicht mal. Da kann man wirklich nicht dagegen sein, also geizen Sie nicht an der falschen Stelle, unterstützen Sie das! Wir haben im Wissenschaftsausschuss darüber gesprochen, der war ziemlich einig, da war die HAW übrigens auch zu Gast und hat gesagt: "Die Kenntnisse im Matheunterricht sind schlecht", und da war auch übrigens Common Sense, dass wir gesagt haben: Das Problem muss an die Schulen zurückgespiegelt werden! Das ist ja nicht so, dass man dann irgendwie auf die Schulen zeigt mit dem Zeigefinger und sagt: "Ihr könnt das hier nicht", sondern freundlich sagt: "Da sind die Lücken, das müssen wir nacharbeiten. Wir bitten Sie darum, das zu tun." Und so lange wird das finanziert, bis das eingeholt ist. Das ist wirklich so eine einfache Geschichte. Da kann ich mir wirklich nicht vorstellen, wie man daraus jetzt noch irgendwie so einen Ideologiekram machen kann. Sorry, wenn Sie da nicht zustimmen können, aber das werden die Menschen merken und auch die Studenten. Vielen Dank.
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