Benjamin Mennerich
Verehrtes Präsidium, meine Damen und Herren, Deutschland muss seine Bürger schützen. Diese Aufgabe ist jedoch nicht den Lehrern an den Schulen aufzubürden. Nach den Meldungen über die Entwicklung an unseren Schulen ist eine Verbesserung der Sicherheit für unsere Schüler dringend erforderlich. Die Lehrer sind jedoch in vielen Fällen genauso betroffen. Sie brauchen Hilfe. Es ist richtig und bitter nötig, über die Entwicklung in unseren Schulen wieder umfänglich zu berichten und dass darüber Meldungen verfasst werden. Es ist bedenklich, wenn solche Meldungen auch über Tätigkeiten verfasst werden sollen, die unterhalb der Straffälligkeitsschwelle liegen. Aber nun ja, wenn es an einer unserer Schulen zu unverhältnismäßigen Gewaltanmeldungen kommt, dann ist unsere vordringlichste Pflicht, diese zu unterbinden und nicht diese zu zählen.Opferschutz vor Täterschutz muss hier die eindeutige Devise lauten. Einen wirksamen Opferschutz gewährleistet hierbei leider nur viel zu oft nur noch die dauerhafte Trennung der Beteiligten. Es ist unseren Schülern und Lehrern nicht zuzumuten, den Preis für die gescheiterte Integrationspolitik der vergangenen Jahre zu zahlen. Unsere Schulen dürfen nicht länger der Austragungsort ethnischer, politischer oder religiöser Konflikte sein. Die Meldungen über wachsende Gewalt an unseren Schulen müssen uns eine dringliche Warnung sein. Die Gewalt, die heute auf dem Schulhof und im Klassenzimmer stattfindet, wenn wir jetzt nicht entschieden und konsequent gegensteuern, findet morgen bereits auf den Straßen, in den Parks und in den Schwimmbädern statt. Dies ist die bunte Gesellschaft. Dies sind die drastischen Veränderungen, auf die sich politische Vordenker wie eine Frau Göring-Eckardt so sehr gefreut haben.Wir müssen es nun endlich einsehen. Dieser Antrag ist ein erster Schritt, um die Wahrheit nicht länger zu verheimlichen. Wir müssen aber auch konsequente Gegenmaßnahmen einleiten, um die Situation endlich zu verbessern.
