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Dr. Sabine Ritter

DIE LINKE 2:09 min Sitzungen 23/9

Verehrtes Präsidium und liebe Kolleginnen und Kollegen, die Debatte zur Lage auf den Hamburger Schulhöfen und in den Schulen läuft auf Hochtouren. Das ist auch in Ordnung. Jeder Fall von Diskriminierung und Gewalt muss ernst genommen werden. Und jeder Fall von Bullying, von Mobbing muss die entsprechenden Konsequenzen erfahren. Und ja, alle Kinder haben ein Recht darauf, sicher und angstfrei aufzuwachsen und zu lernen. Materiell, sozial, körperlich und seelisch sicher.frei von Unterdrückung und Armut. Der Sicherheitsbegriff, den die CDU im vorliegenden Antrag walten lässt, ist ein nun ja sehr enger und sehr spezifisch ausgerichtet. Hier geht es um deren Bedrohung durch Gewalt und durch Extremismus und im unmittelbar anschließenden Satz um muslimische Schüler als Täter. Das sind genau die Argumentationsfäden, aus denen Ressentiments und giftige Narrative gestrickt werden. Wollen Sie das, liebe Kolleginnen und Kollegen, Christdemokraten?Zu sagen ist außerdem, dass das Extremismus-Hufeisen, das die CDU in ihrem Antrag im Petitum wirft, entschieden abzulehnen ist und auch überhaupt nicht mit Zahlen untermauert werden kann. Mit einer undifferenzierten Herangehensweise tun Sie wirklich niemandem einen Gefallen, schon gar nicht bei so einer sensiblen Thematik. Besonnenheit ist gefragt, die im Rahmen von so einer Kurzdebatte kaum möglich ist. Daher würden wir gerne im Schulausschuss ausführlich über die Lage an Hamburger Schulen sprechen, Stellungnahmen relevanter AkteurInnen einholen und lösungsorientiert diskutieren. Vielen Dank.

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