Prof. Dr. Götz Wiese
Vielen Dank, Frau Präsidentin. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir sind uns in der Ausgangssituation jedenfalls insoweit einig, dass es großartig ist, dass die Universitäten fünf Exzellenzcluster hier haben gewinnen können im Bereich der Grundlagen- und Materialforschung. Wir sind uns einig darüber, dass es ein fantastischer Erfolg ist und auch ein Aufbruchssignal, dass die Start-up-Factory, hier genannt Impossible Founders, jetzt loslegen können und dass wir eine andere Form der Unterstützungsstruktur hier in der Stadt finden werden, dass wir weitere Unterstützer gewinnen werden. Es ist ja bereits angeklungen, dass die Hasbro und Xperia andere bereitstehen, um hier auch zu investieren. Das ist gut so. Liebe Kolleginnen und Kollegen, das sind glückliche Erfolge, an denen hart gearbeitet worden ist. Und wir beglückwünschen alle, die dazu beigetragen haben. Daraus abzuleiten, und ich zitiere, wie Sie Ihre Anmeldung formuliert haben, Hamburg sei nun die führende Innovationsmetropole Europas, meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen im Senat, das haben Sie wirklich exklusiv. Und ja, Sie werden immer noch eine Statistik finden, in der Sie irgendwie gut gerankt sind. Und Hamburg ist eine starke Stadt mit Innovationspotenzial, das weitgehend auch brach liegt und um das sich gekümmert werden muss. Eine Statistik, die ich gelesen habe aus dem Start-up-Bereich, ist, dass Hamburg...gerade auf Platz 8 in Deutschland zurückgefallen ist. Und liebe Kolleginnen und Kollegen, vielleicht kommt auch daher der Jubel und die Selbstbeschwörung und all das, was Sie sich an Applaus hier zugeklatscht haben, dass Sie hier vielleicht schon froh sind, noch eine von zehn Städten zu sein, die eine Bundesförderung bekommen für die Start-up-Factory. Ich habe es als selbstverständlich erwartet, dass bei der großen Unterstützung von der Joachim-Herz-Stiftung und von der Michael-Otto-Stiftung, von all den Beteiligten, die daran mitgewirkt haben, dass wir das jetzt hier bekommen würden, damit wir nicht aus den Top Ten rausfallen. Das ist private Energie, die freigesetzt werden muss. Und dafür brauchen wir die Unterstützung hier aus dem ganzen Hause. Und ich bin froh, dass es diese gibt, liebe Kolleginnen und Kollegen. Aber schauen wir rein in die nackten Zahlen, Frau Kollegin Dr. Leonard. Die Technische Universität Hamburg hat 1.448 Studienplätze im Bereich MINT. Die Technische Uni München 8.315. Wir sind Faktor 5 schlechter hier, wenn wir uns die MINT-Studienplätze an der Technischen Universität angucken. Schauen Sie sich an die Investitionen im Bereich des Bruttoregionalprodukts. Da liegt Hamburg bei 2,2 Prozent privater Investitionen, Helsinki 3,64. Wir sollten auch den Blick über Hamburg hinaus richten. München 4,43, Stuttgart 7,18. Die nackten Zahlen stellen dafür, dass wir hier um mehrfachen Faktor schlechter sind.dass wir das jetzt anpacken, hier weiter voranmarschieren, mit den Impossible Founders als eine gesamte Aufgabe in der Stadt. Dafür stehen wir als CDU Seite an Seite mit dem Senat sicherlich und mit allen, die daran im Bereich der privaten Wirtschaft und der Wissenschaft mitwirken wollen. Vielen Dank.
