Hansjörg Schmidt
Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren, von rechts kommt hier gleich was von Märchenstunde. Da merkt man wieder, wer in diesem Raum von dem Thema nun gar keine Ahnung hat und lieber schweigen sollte, meine Damen und Herren. Denn man muss schon festhalten, das, was wir heute hier besprechen, ist ein wirklich wichtiger Baustein bei einem wichtigen Thema. Es geht nämlich um die Zukunft unserer Wirtschaft, es geht um die Zukunft unseres Standortes. Und das dann als Märchen abzutun, zeigt schon, wessen geistes Kind man ist. Aber gut, Hamburg hat sich nämlich in den letzten Jahren zu einem wirklich dynamischen und auch einem der sichtbarsten Start-up-Standorte Deutschlands entwickelt. Wir haben hier ein Netzwerk von Hochschulen, von etablierten Unternehmen, von einer innovationsfreundlichen Politik. Und das sorgt eben für sehr, sehr gute Bedingungen für Gründungen in dieser Stadt. Und wir gehen jetzt einen Schritt weiter, denn mit dem Zuschlag zu dem bundesweiten Leuchtturmwettbewerb und die damit verbundene Förderung der Start-up-Factory in Hamburg haben wir hier einen weiteren großen Meilenstein für unser Start-up-Ökosystem erreicht, meine Damen und Herren.Und ich bin mir sicher, dass mit diesen 50 Millionen Euro, über die wir hier reden, die Impossible Founders, wie es hier in Hamburg heißt, ein Innovationsfeuerwerk in Hamburg durchaus entfacht werden kann. Denn das Bundesprogramm Start-up Factory ist so etwas wie der Treibsatz für die besten Ideen Deutschlands. Und wir hatten dazu in den letzten Haushaltsberatungen einen gemeinsamen Antrag von SPD und Grüne eingebracht, der eben genau die Weichen dafür gestellt hat, dass wir nun diesen Schritt bekommen können, dass Hamburg an das Bundesprogramm andockt und so die Innovationsförderung und die Start-up-Landschaft hier in Hamburg weiter gestärkt werden kann. Und das ist uns nun gelungen, meine Damen und Herren.Und lassen Sie es mich ein bisschen plastischer darstellen, damit auch diejenigen ein Bild davon haben, die vielleicht nicht ganz so im Thema sind. Stellen Sie sich vor, Sie haben eine brillante Forscherin am DESY, die eine tolle Idee hat, um vielleicht im Bereich der Energieversorgung etwas zu revolutionieren. Früher wäre sie mit diesem Geistesblitz zu verschiedenen Institutionen gegangen, hätte dort Venture Capitalists anfordern müssen oder Förderprogramme ansprechen müssen. Heute, mit dem, was wir hier schaffen, mit unserem Impossible Founders Programm, bauen wir eine Brücke direkt aus dem Labor in den Markt. Denn wir verknüpfen Forschung, Entwicklung mit direkter Förderung in einem Netzwerk starker Partnerinnen und Partner. Und wir sorgen dafür, dass aus den klügsten Köpfen erfolgreiche Gründerinnen und Gründer werden, meine Damen und Herren.Und sehen Sie sich dieses Netzwerk noch einmal genauer an. Wir bündeln hier unsere Exzellenzuniversitäten, ihre Forschungskraft mit der visionären Weitsicht von Stiftungen. An der Stelle auch der explizite Dank den Stiftungen wie zum Beispiel der Michael-Otto-Stiftung und auch der Joachim-Herz-Stiftung. Hier trifft eben wissenschaftliche Neugier auf die Kraft von Unternehmen wie der Haspa, wie Nexperia, wie der Otto Group. Und das ist eben kein einfacher Schulterschluss, sondern das ist das Hamburger Modell für die Zukunft, meine Damen und Herren.Und die 50 Millionen Euro, das ist nicht einfach auch nur eine beeindruckende Summe. Das ist in erster Linie eine großartige Unterstützung auch der Bundesregierung. Das ist aber auch ein großer Teil dieser Summe, der eben aus privaten Quellen kommt. Und deswegen ist es auch das Bekenntnis der Hamburger Wirtschaft und der Stiftung zu unserer Arbeit hier am Standort. Und es ist auch... Vor allem das Startkapital für die nächste Generation von Hamburger Erfolgsgeschichten. Und wenn dann am 1. November die Impossible Founders Factory ihre Tür öffnet, dann ist das eben in Zeiten, wo wir sehr viel schlechte Nachrichten haben, eine wirklich gute Nachricht, meine Damen und Herren. Und deshalb lade ich Sie alle ein, erzählen Sie von diesem Aufbruch in dieser Stadt weiter. Denn Start-ups brauchen nicht nur gute Infrastruktur, Zugang zum Geld, sondern es geht eben auch darum, eine gute, positive Stimmung, die die Zukunft bejaht, auszurufen. Und deswegen kann ich nur sagen, unterstützen Sie das, unterstützen Sie unsere Gründerinnen und Gründer. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass deren Ideen nicht nur Flügel bekommen, sondern richtig abheben für ein starkes, innovatives und zukunftsfähiges Hamburg. Vielen Dank.
