Rosa Domm
Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen, liebe Frau Müller-Möller, im wesentlichen Punkt sind wir uns hier ziemlich einig. Es kann und es darf nicht sein, dass immer wieder Menschen in der Elbe ertrinken. Die Elbe ist ein gefährliches Gewässer. Durch die hohen Fließgeschwindigkeiten, die starke Strömung, gefährliche Steilkante und der morastige Boden machen eben die Elbe zu einem Fluss, der als Badegewässer nicht geeignet ist. Deswegen stehen wir den Punkten in Ihrem Antrag auch gar nicht entgegen. Das meiste davon ist allerdings bereits umgesetzt oder bereits in der Planung. Frau Stotzenbecher hat hier schon ein paar Punkte genannt. Ich möchte noch ein paar ergänzen. Die Stadt Hamburg misst der Wassersicherheit und der Schwimmausbildung, insbesondere denen von Kindern und Jugendlichen, einen besonderen Stellenwert bei. Dazu gehören unter anderem der obligatorische Schwimmunterricht und das Erlernen von Baderegeln und der Anspruch auf Schwimmgutscheine für zuziehende Kinder. Das Thema der Elbe als Tidegewässer und Bundeswasserstraßen kann ab der Vorschule behandelt werden und ist in verschiedenen Bildungsplänen verankert. Ergänzende Unterrichtshilfen werden gemeinsam von der BSB und von der HPA erarbeitet und stehen voraussichtlich Ende des Jahres zur Verfügung. Auch die zuständigen Lehrkräfte wurden auf der Landesfachkonferenz Geografie dieses Jahr noch einmal über die Relevanz dieses Themas informiert und dazu sensibilisiert. Die Gefahrenschilder im Bereich der Steilkante an der Elbe sind durch die HPA geändert und noch einmal ergänzt worden durch einen besonderen Hinweis für die besondere Gefahr. Die Einsatzkräfte sowie die Freiwilligen vor Ortklären über die lokalen Gefahren der Elbe auf. Außerdem werden Informationsmaterialien in lokalen Geschäften, Hotels und Restaurants ausgelegt. Die Social-Media-Kampagne, die Sie auch angesprochen haben, wird von der Behörde als sinnvoll bewertet und soll für die kommende Badesaison geprüft werden. Das alles sind viele Punkte, um die Sicherheit an der Elbe zu verbessern. Natürlich geht es darum, die auch zu evaluieren und daraufhin zu verbessern. Dafür führen wir auch die Arbeit des Arbeitskreises Sicherer Elbstrand fort. Wir haben also schon einiges auf den Weg gebracht. Gleichzeitig ist klar, und da sind wir uns, wie gesagt, hier einig, dass wir weitermachen müssen. Schilder müssen eindeutig und verständlich sein. Aufklärung muss auf allen Ebenen passieren. Besonders junge Menschen müssen von den Informationen auch erreicht werden. Denn Information ist eine Daueraufgabe. Hier bleiben wir weiter dran. Mein Dank gilt an dieser Stelle auch noch einmal all den Rettungskräften und den Ehrenamtlichen der Wasserrettung, die sich unermüdlich für die Sicherheit an der Elbe einsetzen.
