Marco Hosemann
Sehr geehrtes Präsidium, liebe Hamburgerinnen und Abgeordnete der demokratischen Fraktionen, stellen Sie sich einen Ort vor, an dem Menschen unabhängig von Herkunft, Alter und Einkommen zusammenkommen, sich austauschen, Unterstützung und Beratungsangebote finden, am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Dieser Ort ist das Bürgerhaus Bornheide im Ostdorfer Born. Doch genau dieser Ort ist wie andere Bürgerhäuser in Hamburg mit ihren wichtigen sozialen und kulturellen Angeboten bedroht. Am Beispiel des Bürgerhauses Bonn-Heide mit einer Finanzierungslücke von 85.000 Euro und des Café Ostborns mit einer Finanzierungslücke von 20.000 Euro sehen wir dramatisch, was passiert, wenn die Stadt sich aus ihrer Verantwortung zurückzieht bzw. Diese zwischen Bezirk und Senat hin- und hergeschoben wird. Der Ostdorfer Born ist geprägt von hoher Armut. Der Anteil an Leistungsbezieherinnen liegt deutlich über dem städtischen Durchschnitt. Jedes zweite Kind wächst in einem Haushalt auf, der auf staatliche Unterstützung angewiesen ist. Und auch die Altersarmut im Quartier nimmt zu. In armutsgeprägten Stadtteilen leisten Bürgerhäuser weit mehr als nur Nachbarschaftsarbeit. Sie sind unverzichtbare soziale Infrastruktur. Sie bekämpfen Vereinsamung, stärken Teilhabe, bieten Arbeitsmarktintegration und halten den Stadtteil zusammen. Der Senat muss jetzt handeln. Durch die vollständige Übernahme der Kostensteigerung im Bürgerhaus und im Café im Osterverborn eine langfristige Absicherung.im Haushalt und eine bedarfsgerechte Finanzierung aller Bürgerhäuser in allen Bezirken dieser Stadt. Deswegen würden wir uns freuen, wenn unserem Antrag zugestimmt wird. Auf die anderen Anträge von der CDU und auch von dem Antrag der SPD bleibt mir jetzt hier in der ersten Runde keine Zeit. Da werde ich dann gleich noch einmal ins Mikro zurückkommen und darauf eingehen. Vielen Dank.
