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Deniz Çelik

DIE LINKE 6:04 min Sitzungen 23/7

Sehr geehrte Frau Präsidentin, ich möchte noch einmal auf die Rede der Senatoren kurz eingehen. Frau Senatorin, Sie sagten, Sie haben ja noch einmal die Bedeutung der Krankenhausreform hervorgehoben und dass das dazu beigetragen hätte, dass wir diese Lösung jetzt anstreben können. Die Alternative wäre die Schließung des Krankenhauses. Das würde ich einmal in Zweifel ziehen wollen, weil wir haben ja schon seit 2019 immer wieder Alternativvorschläge gemacht. Der Vorschlag der städtischen Übernahme hatte ich auch schon in der ersten Runde erwähnt, wo das Erzbistum auch gegenüber uns signalisiert hatte, dass sie offen wären, dass das UKE im Großland einsteigt. Aber die zweite Frage, die Sie jetzt aufgeworfen haben, Sie haben gesagt, mit der Krankenhausreform haben Sie jetzt die Mittel dazu, dass die Geriatrie und Frühreha jetzt ins Marien-Krankenhaus umgesiedelt werden kann. Ich hatte ja auch schon gesagt, dass es schon wirklich fragwürdig ist, warum jetzt seit 2019 kaum etwas geschehen ist und dass Sie jetzt erst mit so einem Konzept kommen. Und es regt sich so ein bisschen bei mir der Verdacht, dass Sie auf diese Krankenhausreform gewartet haben, damit diese Mittel vom Bund zur Verfügung stehen, um eine Transformation auf den Weg zu bringen.Nur da stellt sich die Frage, um welchen Preis. Es sind führende, bundesweit bekannte Chirurgen, abgewandelt vom Großland. Es sind Pflegekräfte, haben einen neuen Job gesucht. Sie haben mit den Füßen abgestimmt. Es wurden Abteilungen... Die Versorgung musste eingeschränkt werden. Das hätte vielleicht alles verhindert werden können, wenn Sie früher auch vielleicht mit städtischen Mitteln da richtig eingegriffen hätten. Das heißt ja nicht, dass man am Ende das Krankenhaus so belassen muss, wie es ist, sondern man hätte es auch in Verantwortung mit dem UKE zukunftsfähig aufstellen können. Es ist wirklich schade, dass diese Chance versäumt worden ist.Ein zweiter Punkt, der auch im Stadtteil immer wieder thematisiert wird, ist, dass Willensburg zu einem der am stärksten wachsenden Stadtteilen gehört, mit knapp 60.000 Einwohnern. Es sollen mindestens weitere 10.000 in den nächsten Jahren dazukommen. Wir haben die Situation, wenn jetzt Großsand zumacht, dass wir nicht mal eine chirurgische Praxis in diesem Stadtteil haben und auch kein Notfallröntgen. Und natürlich stellen die Menschen berechtigterweise die Frage, wie soll die Versorgung, die Grundversorgung für diese Menschen, für diesen wachsenden Stadtteil in Zukunft sichergestellt werden, auch wenn man bedenkt, dass die Verkehrsanbindung nicht die beste ist. Herr Kollege, ich habe jetzt mehrfach geschwingen. Entschuldigung, aber ich muss zu diesem Satz mal einmal. Ja, ich habe auch versucht herauszufinden, wo ich in diesem Satz gut reinkomme, der sehr, sehr lang war. Aber jetzt wartet der Kollege doch schon etwas länger und ich möchte einmal fragen. Ja. Ja, mir geht es darum, meines Wissens hat das Bistum immer ganz klar formuliert, nur einen kirchlichen Träger verkaufen zu wollen. Das war die ganze Verhandlungszeit so. Warum sagen Sie, dass Sie andere Informationen haben, als was das Bistum immer wieder wiederholt hat? Vielen Dank für die Frage. Ich habe ja mit dem Erzbistum direkt gesprochen. Klar, damals die Aussage bekommen, ja, zunächst hieß es, sie wollen gerne an kirchliche Träger das Krankenhaus übergeben.dann sich herausstellte, dass sich kein Träger findet, dann waren sie auch bereit, sich zu öffnen. Und sie haben klar gesagt und klar signalisiert, dass sie sich nicht versperren im Hinblick auf die Übernahme des Krankenhauses durch das UKE. Und das muss, glaube ich, immer wieder noch einmal betont werden. Es gab die Chance und es gab die Bereitschaft auch vom Erzbistum. Sie wurde leider von Ihnen nicht ergriffen. Genau, zu Wilhelmsburg und zu einer der größten Stadtteile in Hamburg und einer der am stärksten wachsenden Stadtteile brauchen wir ein gutes Versorgungskonzept, was eine gute Gesundheitsversorgung vor Ort sicherstellt. Und da müssen Sie, glaube ich, auch im Gesundheitsausschuss noch einmal konkret erläutern, wie das sichergestellt werden soll und natürlich, wie die Partizipation sichergestellt wird. Und letzter Punkt, den ich noch machen möchte, ist, Wilhelmsburg ist eine Elbinsel, ist eine Insellage. Und wir haben natürlich einen Klimawandel. Wir hatten auch in den 60er Jahren die Situation gehabt, dass der Stadtteil überschwemmt wurde durch Hochwasser. Und deshalb müssen wir ja auch die Frage stellen, was für Konzepte haben Sie für ein Katastrophenszenario? Wir haben ja auch die Situation in Wilhelmsburg, dass wir die größte Dichte an Gefahrgutanlagen haben.größte Dichte an Gefahrgut transporten. Deshalb brauchen wir auch für Katastrophensituationen genaue Szenarien, wie die Notfallversorgung sichergestellt werden sollte, sollte mal der Stadtteil abgeschnitten sein von den anderen übrigen Stadtteilen und die Notfallversorgung. Vielleicht durch so ein Szenario nicht in einem kritischen Zeitraum sichergestellt werden kann. All diese Fragen müssen aufgeklärt werden. Wir freuen uns auf die Diskussion im Gesundheitsausschuss und wir freuen uns auf die Aufklärung, die Sie dann hoffentlich im Ausschuss leisten werden. Vielen Dank.

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