Krzysztof Walczak
Frau Präsidentin, meine Damen und Herren, Sivis pacem, parabellum. Diese seit der Antike überlieferte Weisheit gebietet jedem vernunftbasierten Gemeinwesen, sich für den Krieg zu rüsten, um den Frieden zu bewahren. Nur unvernünftige Gemeinwesen, die eine irreale Vorstellung von der menschlichen Natur haben, welche die historisch belegte Tendenz des Menschen zu Krieg und Gewalt verkennen, gehen den umgekehrten Weg und provozieren Kriege, in denen sie schwach sind.Und solche unvernünftigen Gemeinwesen, was sich offenbar die Linke als Utopie vorstellt, vergehen in der Regel, wenn sie ein Stärkerer überfällt. In einer Zeit, in der immer häufiger globale Konflikte und Kriege ausbrechen, in denen die Welt zunehmend multipolarer und damit natürlich auch immer chaotischer und ungeordneter wird, ist der naive Pazifismus der Linken geradezu töricht. Daher ist Aufrüstung für uns auch kein Schimpfwort. Nein, Aufrüstung bedeutet keine Aggression. Aufrüstung bedeutet, dass wir Aggressoren abwehren und abschrecken. Ein wichtiger Baustein hierfür sind die Soldaten, die uns von Angriffen von außen schützen. Mein Kollege Markus Schulz, der unserem Land als Offizier gedient hat, hat die Bedeutung unserer Bundeswehrsoldaten bereits hervorgehoben und ihnen gedankt. Ich möchte diese Debatte aber auch nutzen, um darauf hinzuweisen, dass wir gerade in Europa einen weiteren wichtigen Pfeiler unserer Sicherheitsarchitektur haben. Und das sind unsere Verbündeten. Das ist das mächtigste Militärbündnis der Welt, die Nordatlantische Vertragsorganisation. Auch wenn es immer wieder falsch kolportiert wird, die AfD steht nicht nur zur Bundeswehr und unseren Soldaten. Seit 2013 ist in jedem einzelnen von AfD-Parteitagen verabschiedeten Programm die Mitgliedschaft Deutschlands in der NATO fester Bestandteil unserer Forderungen.Und angesichts des desolaten Zustandes, in dem sich unsere Bundeswehr nach Jahrzehnten unter Unions- und SPD-Verteidigungsministern befindet, kann man nur sagen, Gott sei Dank. Es ist vor allem die Geisteshaltung der politischen Linken, welche unser Land wehrlos gemacht hat. Mit den Störungen von Gelöbnissen, mit ihren Demos auch gegen den Veteranen-Tat hier in Hamburg. Ja, über Jahre hatten wir sogar eine gesellschaftliche Debatte, ob unsere Soldaten in der Bahn ihre Uniform tragen dürfen. Das muss man sich vorstellen. Deswegen will ich nur abschließend sagen, meine Damen und Herren, die AfD ist nicht für Aggression, die AfD ist auch nicht für Verletzungen des Völkerrechts, die AfD ist nicht einmal für Kriegstüchtigkeit. Wir sind für Friedenstüchtigkeit. Und die gibt es nur, wenn wir aufrüsten, wenn wir verteidigungsfähig sind und wenn Volk und Militär kein Gegensatz sind, sondern zueinander stehen.
