Annika Urbanski
Frau Präsidentin, meine Damen und Herren, ich will mit einem ganz einfachen Gedanken beginnen. Unsere Bundeswehrsoldatinnen und Soldaten sind nicht für Krieg. Sie übernehmen Verantwortung für unsere Demokratie, um sie zu schützen. Jeden einzelnen Tag. Einige unserer Veteraninnen habe ich in meinem Arbeitsalltag kennenlernen dürfen. Die tiefe Verwurzelung zu unserem Rechtsstaat und zu unserer Demokratie zeigt sich darin, dass viele auch nach ihrer Zeit in der Bundeswehr für unsere Stadt und für unser Land arbeiten. Von Feuerwehrfrauen und Männern bis Polizistinnen, Verwaltungsmitarbeitenden bis hin zu Staatsräten. Frieden gibt es leider nicht einfach so geschenkt. Frieden erreicht man leider auch nicht nur durch Worte. Dass wir heute in Frieden leben können, verdanken wir der Befreiung durch die Alliierten.Und genau dafür sind die Soldatinnen da. Sicherstellen, dass wir weiterhin in Frieden leben können. Und deshalb, liebe Kolleginnen und Kollegen von den Linken, wer hier von Militarismus spricht, wo Menschen geehrt werden, die für unser Land, für unsere Verfassung bereit sind, ihr Leben einzusetzen, der verkennt, worum es geht. Niemand von uns, zumindest keine Demokratinnen, Wir wollen Krieg. Es geht um Würde, es geht um Sichtbarkeit, es geht um Respekt. Liebe Kolleginnen und Kollegen von den Linken, ich muss sagen, ich habe mich zuerst gefreut, dass Sie wieder Teil des Parlaments sind und die BSW den Einzug verpasst hat. Denn es ist doch eigentlich der Verein um Sarah Wagenknecht, der einfache Fragen und Antworten verspricht, wo es keine geben kann. Die Plakate im Wahlkampf Krieg oder Frieden haben mich und viele andere wütend gemacht. Weil die Demokratinnen, die sich gegen einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg stellen, als Kriegstreiber diffamieren. Und ich hoffe, da steht auch die Linke weiterhin an unserer Seite, oder um es mit den Worten von Heidi Reichenick zu zitieren, aus 2023, natürlich.hat die Ukraine das Recht, sich gegen den Angriff zu verteidigen. Russland ist der Aggressor. Wir brauchen Demokratinnen und Demokraten in Uniform, und zwar sichtbar, in der Mitte der Gesellschaft. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass Uniformträgerinnen anders seien. Soldatinnen und Soldaten sind nicht die anderen, sie sind unsere Brüder, Schwestern, unsere Freunde und unsere Nachbarn. Wir erwarten viel von Ihnen, aber geben Ihnen oft wenig zurück. Zu wenig Aufmerksamkeit, zu wenig Wertschätzung, zu wenig Dankbarkeit. Der Veteranentag ist ein Anfang, ein Zeichen. Und wir als SPD stehen hinter diesem Zeichen. Denn wir wissen...Frieden fällt nicht vom Himmel. Er wird verteidigt von Menschen mit Haltung, von Menschen mit Mut, von Menschen in Uniform für unsere Freiheit. Vielen Dank.
