Cem Berk
Was mich in der Debatte tatsächlich gerade schon gestört hat, als jemand, der für den größten Bezirk unserer Stadt, für den Sportbereich zuständig war, für meine Fraktion. Wir haben eng mit den Sportvereinen zusammengearbeitet oder arbeiten sehr eng seit Jahren mit ihnen zusammen und auch mit dem bezirklichen Sportstättenbau und haben wohl das größte Kunstrasenausbauprogramm dieser Republik und haben die Nutzungszeiten mindestens verdoppelt. Aber für sie reicht nie irgendwas. Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Hamburgerinnen und Hamburger, mir ist die Zukunftsvision und das Versprechen an eine ganze Generation, die mit einer Olympia-Bewerbung einhergehen, besonders wichtig. Natürlich müssen wir es als Politik schaffen, dass alle Stadtteile einen Mehrwert in diesen Olympischen Spielen sehen. Und ja, das geht nicht nur mit Großprojekten für den HSV und St. Pauli. Es muss in dem Zuge auch um den TH Albig, den 1. FC Hellbrock und den Wandsbecker Turnerbund gehen, um unsere Stadtteilvereine. Damit am Ende vor allem auch der Breitensport die große Gewinnerin dieser Spiele ist. Hier sind wir auf einem guten Weg.Wenn der Breitensport als Gewinner hervorgeht, bedeutet das für unsere Kinder mehr Bewegungsangebote, bessere Sportanlagen und die Inspiration, selbst aktiv zu werden. Und das muss doch für uns immer das Wichtigste sein. Für Jugendliche bietet sich die Möglichkeit, sich mit internationalen Events zu identifizieren, neue Freundschaften zu schließen und ihre sportlichen Talente zu entdecken. Bei der Entscheidung für Olympia sollten wir daher vor allem an unsere Jugend denken, an ihre Zukunft, an ihre Träume, an ihre Möglichkeiten.Mir ist wichtig, nochmal den Sport als solches in den Mittelpunkt zu stellen. Denn für viele Menschen auf der Welt sind die Olympischen und Paralympischen Spiele etwas ganz Besonderes. Es ist für sie Ehrgeiz, Ausdauer und Leidenschaft, Wettkampf und Gefühle, Schweiß, Ehre, Tränen und Teamplay, Leistungsbereitschaft, Wille, Zusammenhalt, Anerkennung, Durchhaltevermögen, Verlieren und immer wieder aufstehen, Disziplin, motivieren und gewinnen. Schmerz, Hoffnung, Stolz und Frieden. Olympische Spiele in unserer Stadt sind nicht für die Politik gedacht. Oder als Projektionsfläche für linke Kämpfe. Es sind auch nicht Peters Spiele. Oder gar, wie ich jetzt bei Instagram gelesen habe, die Hunger Games. Olympische Spiele in Hamburg sind ein Zukunftsversprechen an unsere Sportlerinnen und Sportler, an unsere Kinder und am Ende für unsere gesamte Stadt.
