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Marco Schulz

AfD 3:30 min Sitzungen 23/6

Sehr geehrte Frau Präsidentin, werte Kollegen, auch wir, um das nochmal deutlich zu machen, als AfD stehen und standen immer für den Sport und damit logischerweise auch selbstverständlich für die olympische Idee. Es wurde schon mehrfach gesagt, aber man kann es gar nicht ausreichend betonen, die olympische Idee eines friedlichen, fairen Wettkampfs der Nationen, ist ja witzig, dass das gerade Ersinke-Parteien wollen, diese sehr nationale Idee grundsätzlich, ist bewundernswert und gilt es zu pflegen. Aber mittlerweile muss man natürlich nur mal feststellen, dass, sage ich jetzt mal, zwischen der olympischen Idee und der Realität ein kleiner Graben klafft. Und die Frage, ob also Hamburg Austragungsort werden soll, sollte man sicherlich nicht ausschließlich mit seinem sportlichen Herz beantworten, jedenfalls nicht, wenn man in der Verantwortung eines Volksvertreters ist, sondern ebenso aus der Perspektive der ökonomischen, der fiskalen Folgen entsprechend bewerten. Und wir haben diese Abwägung schon nicht angemeldet. Daher muss man feststellen, zum jetzigen Zeitpunkt ist es einfach wie folgt, dass das Finanzierungskonzept noch nicht vorliegt, behauptet ja auch keiner, dass die Gesamtkosten logischerweise dementsprechend auch noch nicht klar sind und dass vor allem eine potenzielle Aufteilung, wer hierwas übernimmt, Bund, Stadt, gegebenenfalls IOC, auch nicht klar ist. Und unter diesen Umständen kann man heute im wahrlich keine Zustimmung ruhigen Gewissens erteilen. Das ist das Problem. Das Problem ist zusätzlich, dass sich jetzt schon anbahnt, wohin die Reise geht. Wir wissen also noch nicht einmal, welche Zutaten in den Kuchen kommen. Und trotzdem wollen schon alle ein Stück davon abhaben. Ein neues Stadion für den HSV. Da wäre die erste Milliarde Euro schon mal weg. Ein Hyperloop zwischen Hamburg und Kiel. Träumerei pur. Und das erzählt uns ein Senat, der es in zehn Jahren nicht mal schafft, eine einzige Immobilie in Form des Hauses Derde entsprechend fertigzustellen. In zehn Jahren schafft dieser Senat es nicht, eine Immobilie fertigzustellen und will im ungefähr gleichen Zeitraum also jetzt einen Hyperloop bauen. Da bin ich ja mal sehr gespannt. Ich bin von der Hoffnung, das ist nicht ambitioniert, das ist gänzlich realitätsfern. Und...Insofern, selbst wenn am Ende rauskommt, der Bund oder wer auch immer zahlt 90 Prozent der Kosten, werden uns die Bürger natürlich fragen, wie kann es sein, dass Milliarden für ein zweiwöchiges Sportevent ausgegeben werden, aber nicht für meine marode Straße vor Ort, für das Pflegeheim, für die Kita etc. Pp. Und das ist der Punkt, den wir den Bürgern am Ende nämlich erklären müssen. In diesem Sinne, Hamburg braucht keine Olympischen Spiele, um sportlich, lebendig und international zu sein. Das sind wir nämlich schon. Wir stehen für den Sport, aber noch mehr für Haushaltsklarheit, Ehrlichkeit und verantwortungsvolle Politik. Vielen Dank.

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