Dennis Thering
Meine sehr geehrten Damen und Herren, dabei sein ist alles. Dieses olympische Motto steht für mehr als nur den sportlichen Wettkampf. Es verkörpert den Geist von Fairness, Vielfalt und Zusammenhalt, der die Welt durch die Olympischen Spiele verbindet. Eine Olympia-Bewerbung ist nicht nur eine Chance für unsere Stadt, ein globales Sportgroßereignis auszurichten, Sie ist eine Einladung an die ganze Welt, ein Teil dieser bewegenden Gesellschaft hier bei uns in Hamburg zu werden. Hamburg hat dabei jetzt eine zweite Chance. Und meine Damen und Herren, diese zweite Chance müssen wir jetzt nutzen. Da sollten wir alle gemeinsam alles dran setzen, dass diese Olympia-Bewerbung diesmal zum Erfolg wird.Und wir alle erinnern uns an die erste Bewerbung Hamburgs für die Olympischen und Paralympischen Spiele. Es war ein ambitioniertes Vorhaben, das jedoch an den unklaren Finanzierungsfragen nicht nur der Bundesregierung, das möchte ich an dieser Stelle auch nochmal sehr deutlich sagen, sondern vor allem auch an dem damaligen Senat und einer mangelnden emotionalen Verbundenheit des damaligen Bürgermeisters zu Olympischen Spielen gescheitert ist. Am Ende waren es... Natürlich auch wichtig, dass der Bürgermeister dieses Feuer aussprüht. Das war damals nicht der Fall. Wir wollen hoffen, dass das diesmal anders ist. Aber am Ende waren es natürlich die Hamburgerinnen und Hamburger, die die Bewerbung mehrheitlich stoppten, das ganze Projekt skeptisch gesehen haben. Und genau das muss diesmal besser werden. Ich hoffe, wir haben alle daraus gelernt, wir als CDU ja. Ich gehe davon aus, die Regierungsfraktion auch. Und dann lassen Sie uns gemeinsam schauen, dass wir es diesmal besser machen.Denn wir wissen, Transparenz ist der Schlüssel zum Erfolg. Jeder Euro, der in die Bewerbung und in die Spiele fließt, muss sehr offen und nachvollziehbar für die Hamburgerinnen und Hamburger dargelegt werden. Und es darf diesmal keine Unklarheiten geben, keine versteckten Kosten und keine fragwürdigen Versprechen. Hamburg kann Olympia, da sind wir fest von überzeugt, aber nur wenn alle dahinter stehen. Und dafür braucht es eine Stadtgemeinschaft, die den Mehrwert erkennt, die sieht, welche Kräfte durch dieses Ereignis, durch olympische und paralympische Spiele in unserer Stadt freigesetzt werden können. Olympia in Hamburg bedeutet mehr als nur ein sportlicher Wettkampf. Es bedeutet neue Infrastruktur, moderne Sportstätten, einen so wichtigen Impuls für unsere Hamburger Wirtschaft, für den Tourismus, internationale Aufmerksamkeit und vor allem, und das liegt mir ganz besonders am Herzen, eine Stadt, die zusammenhält und die begeistert ist. Auch das ist Olympia, meine sehr geehrten Damen und Herren.Und damit das gelingt, brauchen wir eine starke emotionale Kampagne. Wir müssen die Menschen mitnehmen, wir müssen sie berühren, wir müssen sie elektrisieren. Und die Vorstellung der Kampagne, meine Damen und Herren, so selbstkritisch muss man dann auch sein, hat bisher leider noch nicht die gewünschten Impulse gesetzt. Ganz im Gegenteil. Ein vermeintlich neues HSV-Stadion darf nicht die einzige bleibende Erinnerung an diese, wie ich finde, gute Kampagne sein. Und Sportstaatsrat Holstein hat sich dann ja am Sonntag hingestellt und noch versucht, irgendwie schnell und eilig das Ganze zu korrigieren. Doch die einseitige Diskussion läuft leider aktuell hier bei uns in Hamburg weiter. Und dann haben Sie nochmal einen draufgesetzt, haben gesagt, na gut, dann kriegt St. Pauli auch noch was, ein bisschen Geld für dieses Stadion. Nein, meine Damen und Herren, das ist eine wenig hilfreiche Fokussierung allein auf die Stadien, die wir hier in Hamburg haben oder bekommen sollten. So wird das nichts und ich hoffe, dass wir gemeinsam die Diskussion wieder in eine andere Richtung bekommen, nämlich auf die Gesamtkampagne und dann kann das Ganze am Ende auch erfolgreich sein.Hamburg und dieser Senat müssen jetzt vor allem zeigen, dass sie für olympische und paralympische Spiele brennen. Und bei den Grünen und bei Ihnen, Frau Imhoff, vermisse ich dieses Feuer doch tatsächlich noch. Ich hoffe, das kommt jetzt in den nächsten Monaten. Das ist nämlich ganz wichtig. Und warum das so wichtig ist, zeigt ja, dass wir starke Konkurrenz haben mit München, Berlin und der Rhein-Ruhr-Region. Das sind starke Konkurrenten. Und es kommt auch darauf an, wie wir das gemeinsam nach außen verkaufen. Wir als CDU sind auf jeden Fall begeistert für diese Olympischen Spiele. Auf uns kann der Senat an dieser Stelle zählen.Und bis zum Referendum im Mai braucht es jetzt eine in unserer Stadtbewegung, die keinen Zweifel mehr zulässt. Eine Bewegung, die Hamburg vereint, die Herzen gewinnt und vor allem die zeigt, unsere Stadt kann Großes erreichen. Und wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, wenn wir für diese Bewerbung kämpfen, dann werden wir das Olympia der Zukunft in unserer Stadt erleben. Lassen Sie uns gemeinsam die nächste Stufe zünden für Hamburg, für den Sport, für unsere Heimatstadt. Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
