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Juliane Timmermann

SPD 5:22 min Sitzungen 23/6

Vielen Dank, Frau Präsidentin. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir haben bereits einiges über die Bewerbung gehört. Ich möchte noch einen Schritt zurückgehen und die Frage beantworten, warum sollte sich Hamburg um die Ausrichtung der Olympischen Spiele und Paralympischen Spiele bewerben. Verschiedene Sportwissenschaftler nennen dafür fünf Gründe. Erstens wirtschaftliche Impulse, zweitens Imagegewinn und Strahlkraft, drittens Sportförderung und Begeisterung, viertens Nachhaltigkeit und Innovation, fünftens regionale Entwicklung und Stadtentwicklung. Was bedeuten diese fünf Punkte ganz konkret für Hamburg? Hamburg kann sich als vielfältige, lebenswerte, demokratische, bunte Stadt als Beispiel für Vielfältigkeit präsentieren. Die Sportförderung der Sportinfrastruktur von 1,3 Milliarden Euro seit 2011 ist vorbildlich. Die Sportbegeisterung, meine Kollegin sagte es gerade, in Hamburg ist groß. Hamburg ist bereits jetzt einer der aktivsten Städte. Olympische und Paralympische Spiele können diesen Trend fortsetzen und verstärken. Paralympische Spiele. Sind ein Mehrwert für Inklusion und Barrierefreiheit. So haben wir beispielsweise bereits 98 Prozent der Bahninfrastruktur barrierefrei. Diese Maßnahmen werden fortgesetzt. Paralympische Spiele könnenWir können aber weitere wichtige Schritte für eine inklusive Stadtgesellschaft unterstützen und dafür weiter sensibilisieren. Wir haben einen ambitionierten Klimaplan mit Hunderten von Einzelmaßnahmen beschlossen, der beispielgebend sein kann, auch und gerade an die große olympische Familie. Und das olympische Dorf für über 80 Prozent der Sportlerinnen in der Science City ist ein positives Zeichen für die Stadtentwicklung. Lassen Sie mich also noch ein paar Worte zu Kritik und Sorgen sagen. Es sind die hohen Kosten, Aspekte der Nachhaltigkeit, das IOC wurde bereits erwähnt, politische und organisatorische wie geopolitische Herausforderungen, die immer wieder genannt werden. Es ist wichtig, mit dieser Kritik und diesen Sorgen verantwortungsvoll umzugehen. Eine erfolgreiche Bewerbung wird also davon abhängen, ob es gelingt, breite Unterstützung in der Bevölkerung zu gewinnen, ein überzeugendes, nachhaltiges Konzept zu präsentieren, das den aktuellen Herausforderungen Rechnung trägt, das sowohl die Chancen aber, und die wurden bereits erwähnt, nutzt, aber auch die Bedenken adressiert. Unsere Bewerbung, das, was bisher vorgestellt wurde für olympische und paralympische Spiele hier in Hamburg, sind genau dieses. Kurze Wege, sie sind für Nachhaltigkeit, mehr Barrierefreiheit. 87 Prozent der Sportinfrastruktur sind bereits bestehend oder in Planung.13 Prozent werden temporär erbaut. Und damit werden genau diese Aspekte erfüllt. Das Jahr 2040, einer der möglichen Punkte, wäre 50 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung. Und ein starkes Signal für die Demokratie, für den friedlichen Protest, Deutschland könnte in schwierigen Zeiten eine bewegende Geschichte erzählen und dem Sport eine würdige Bühne bieten. Dafür wollen wir die Hamburgerinnen und Hamburger begeistern und ein Referendum auf den Weg bringen. Wir haben mit der Dekadenstrategie und der Active City Strategie Ziele formuliert, um nach einer Dekade so weit zu sein, sich für alle sportlichen Großveranstaltungen zu bewerben. Dafür haben wir in den letzten Jahren hart gearbeitet und ich möchte einige Beispiele konkret benennen. Die Kunstrasenplätze 2013 waren es noch 37, so sind es 2023 mehr als 106. 2018 gab es 737 Sporthainfelder, 2023 waren es 785. Das Wachstum der Sportmitglieder ist auf Rekordniveau, insbesondere im Kinder- und Jugendbereich, von mehr als 166.000. Das sind alles die Punkte, die erreicht sind und die dafür sprechen, sich das zuzutrauen. Zuzutrauen, sich für olympische und paralympische Spiele zu bewerben. Und mich begeistert, einen letzten Satz möchte ich nur sagen, insbesondere, dass wir Mädchen und Frauen ein echtes Herzensthema von mir ebenfallsmehr für den Sport begeistern können. Liebe Linke, Sie sind der Auffassung, dass gerade vor diesen großen geopolitischen und politischen Herausforderungen olympische Spiele und paralympische Spiele keinen Mehrwert haben. Es stimmt, die Welt ist komplizierter und rauer geworden. Und vielleicht braucht es gerade deswegen ein friedliches und internationales Sportfest, wo sich Menschen aus der ganzen Welt begegnen. Die Begegnung und der Austausch wird in einer globalen Welt immer wichtiger. Wir setzen auf die integrative Kraft des Sports. Paralympische und olympische Spiele sind eine Friedensbewegung. Wir machen den Hamburgerinnen und Hamburgern ein attraktives Angebot und sie werden dafür im nächsten Frühjahr abstimmen. Vielen Dank.

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