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Peggy Heitmann

AfD 3:37 min Sitzungen 23/5

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe das Gefühl, je öfter das Wort Bildungsgerechtigkeit oder Gerechtigkeit fällt, desto weniger ist es anzutreffen. Das würde man das wahrscheinlich gar nicht so oft sagen müssen. Das Startchancenprogramm, das mit einem jährlichen Budget von 43 Millionen Euro Bildungsgerechtigkeit fördern soll, zeigt eine gewisse ungleiche Verteilung. Schulen mit hohem sozialen Förderbedarf, KES I und II, und Schulen in sozial herausfordernden Stadtgebieten erhalten bis zu 50 Prozent mehr Lehrerstellen als KES III bis VI Schulen. KERS 3 bis 6 Schulen sind allerdings ebenfalls von Lesekompetenzproblemen betroffen. Auch hier gibt es Schüler, die eventuell gefördert werden müssten. Die Problematik, dass mindestens, und ich bin hier eigentlich bei 17 Prozent und nicht bei 20, das ist sogar noch besser, der Viertklässler die Mindestanforderungen im Lesen nicht erreichen, erstreckt sich über Gesamthamburg.Dass Hamburg möglicherweise den Eigenanteil von 21,5 Millionen Euro teils durch Umschichtung von 23 plus starke Schulenmitteln deckt, ohne neue Investitionen klar auszuweisen, schafft Intransparenz, schwächt bestehende Programme. Und wirft Fragen auf. Diese Intransparenz und die einseitige Verteilung behindern dringend notwendige Fortschritte im gesamten Schulsystem. Die Ursachen beispielsweise der Lesekompetenzprobleme sind wiederum vielfältig. Hierzu gehören bildungsferne Familien, pandemiebedingte Rückstände, Legasthenie, die 5 bis 10 Prozent der Schüler betrifft, sowie eingeschränkte Lehrerautorität. Um nur einige zu nennen. Fortschritte wie das BIS-Lesetraining gibt es zwar, doch ohne Daten bleibt auch hier die Wirkung unklar. Singapur hingegen zeigt, wie es besser geht. Das Gifted Education Programm fördert beispielsweise hochbegabte Kinder mit spezialisierten Klassen, während das Learning Support Programm benachteiligte Schüler unterstützt. In ganz Singapur. Hochqualifizierte Lehrer und regelmäßige Tests sichern eine Lesekultur, bei der nur etwa 10 Prozent der Kinder die Standards verfehlen. Und dieser Standard liegt deutlich über dem von Hamburg. Hamburg braucht ein Konzept, das Lesekompetenz schlägt.begabte Kinder einbezieht und Mittel transparent nutzt. Frühzeitige Diagnostik, Lehrerfortbildung, Leseförderung, Elternarbeit und Begabtenförderung, gestützt auf Evaluationsberichte, sind der Weg. Verwaltungskosten hingegen, die irgendwo verschwinden in der Verwaltung, Bindenmittel, die in die Kinder besser investiert gewesen wären. Die CDU hat daher damit recht, wir müssen Transparenz fördern. Doch die einseitige Verteilung des Programms benachteiligt auch eben viele Kinder. Die finanziellen Mittel einfach auszuweiten, wie hier immer vorgeschlagen wurde, ist immer ein falscher Weg. Mit Geld allein kann man ein Kind nicht dazu bringen, dass es lesen kann. Das ist absoluter Quatsch. Wir benötigen eine Analyse, wie man den Hamburger Kindern noch besser helfen kann. Singapur zeigt, wie Balance gelingt, indem eben alle Kinder einbezogen werden, wir wirkliche Bildungsgerechtigkeit haben. Und deshalb stimmen wir diesem Antrag auch zu. Dankeschön.

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