Dr. Andreas Dressel
Herr Präsident, meine Damen und Herren, es wird Sie nicht verwundern, dass wir mit der norddeutschen Wirtschaft intensiv gesprochen haben, und zwar seit gefühlt anderthalb Jahren. Weil natürlich diese Idee, können wir diese Immobilie, diese eine von den drei Immobilien, die uns in der Rue Palmaston dort gehört, ich würde gleich auch erzählen, warum uns da eigentlich so viel gehört, dass wir natürlich als erstes mit der norddeutschen Wirtschaft selbst gesprochen haben, mit den Kammern, mit den Verbänden. Alle haben das sehr, sehr, sehr begrüßt und gesagt, das ist eine überfällige Initiative, dass wir der Hamburger Wirtschaft, egal wie sie sich organisiert, auf Kammerbasis, Verbandsbasis oder Einzelunternehmen in so einer fußläufigen Nähe zu der EU-Kommission und zu den anderen Brüsseler Behörden denen etwas anbieten, dass die dort auch als ein direktes Sprachrohr haben Richtung der EU-Institution. Also ich verstehe gar nicht, warum man das schlecht finden kann, meine sehr verehrten Damen und Herren. Weil wir haben, das ist vielleicht für die Kollegen, die hier zu HSH Nordbankzeiten Verantwortung getragen haben, gucke ich jetzt mal ein bisschen in die Richtung des Hauses. Ja, das gehört zur Geschichte dazu. Weil ja von Herrn Wiese der Hinweis kam, ich hätte ein Faible für sanierungsbedürftige Immobilien, die ich mir heranziehe. Das sind Gebäude, die wir damals, als es das Beihilfeverfahren bei der EU-Kommission gegeben hat, wurde gesagt, Hamburg muss...aus dem Portfolio der HSA Nordbank diese drei Häuser heraus erwerben. Das haben wir dann tatsächlich gemacht. Deswegen gehören sie dem LIG, genau wie Sie gesagt haben. Und jetzt haben wir einerseits das Hanse-Office, wir haben sozusagen das Nebengebäude und wir haben dieses Gebäude, und es ist ja so viel über dieses Gebäude geredet worden, ich kann ja mal ein kleines Foto davon zeigen. Darf man nicht? Okay, dann lege ich es sofort wieder runter. Aber jedenfalls haben Sie jetzt eine Vorstellung, Sie können es auf Google Maps nachvollziehen. Es ist ein Gebäude, was wir jetzt genutzt haben während der Sanierung des Hanse-Office, weil wir wollten den ja nicht irgendwie stilllegen währenddessen, sondern der ist währenddessen nach vorne gezogen in dieses Gebäude. Und danach wird dieses Gebäude wieder freigezogen. Und dann habe ich ja als Eigentümer zwei Möglichkeiten. Ich vermiete das an irgendwelche Brüsseler Mieter oder ich gebe das, wofür wir es nämlich haben als Freie und Hansestadt Hamburg, dass wir Hamburgerinnen und Hamburgern und Unternehmen aus dieser Stadt eine Möglichkeit geben, sich in Brüssel zu präsentieren und nicht irgendwelche anderen drittbeliebigen Mieter. Das ist, glaube ich, eine gewisse Logik, die, finde ich, nachvollziehbar sein müsste. Herr Wieser, eigentlich mit Ihrem wirtschaftlichen Verstand müsste das eigentlich gut möglich sein, das auch nachvollziehen zu können, meine Damen und Herren. Vielen Dank. Und wir haben zwei Varianten und Sie können gerne weiter dafür Werbung machen. Es wird unten... Herr Senator, gestatten Sie eine Zwischenfrage? Alle Gelegenheit, das hier vorzustellen, nutze ich gerne.Vielen Dank, Herr Senator. Da Sie scheinbar da federführend auch im Projekt drin sind, würde ich gerne fragen, ob Sie Klarheit in die Aussage Ihres Koalitionsmitglieds bringen können. Sie reden jetzt gerade ausschließlich von Vertretern der norddeutschen Wirtschaft. War das also von einem Versprecher oder sollen da auch zivilgesellschaftliche Initiativen und Akteure mit rein? Dazu vielleicht ein paar Worte. Ich war ja gerade dabei, das Projekt vorzustellen. Wir haben im Erdgeschoss einen Coworking-Bereich, wo natürlich jeder, sei er eine Forschungseinrichtung, sei er auch eine andere Organisation, ein Wirtschaftsunternehmen, was auch immer, kann sich zu normalen Coworking-Space-Bedingungen dort einmieten und dann sagen, ich habe hier Meetings mit EU-Institutionen. Das ist möglich. Und dann wird es oben in den oberen Stockwerken Vermietungsmöglichkeiten geben für Büros, wo übrigens auch schon Unternehmen, durchaus auch in der Seite des Hauses bekannte Unternehmen, schon nachgefragt haben, ob sie dort auch Büros anmieten können. Das ist sozusagen genau der Plan. Dafür gibt es ein Betriebskonzept, was zwischen LIG und Hamburg Invest, die für solche Ansiedlungsfragen ja auch zuständig sind, abgestimmt ist. Und wir sind jetzt dabei, das zu kommunizieren. Und nochmal, es ist eine große positive Resonanz aus der Hamburger Wirtschaft. Die haben es auch in der gemeinsamen Kabinettssitzung mit Schleswig-Holstein vorgestellt. Die Schleswig-Holsteiner, denen war, glaube ich, vor allem wichtig, dass sie nichts dazu bezahlen müssen. Das ist auch in Ordnung. Wir sind ja auch Gebäudeeigentümer.Aber natürlich ist auch klar, das sage ich hier auch deutlich, ich kann dann nicht etwas machen, was sozusagen für 0 Euro ermöglicht wird. Das heißt, die Leute, die ein Büro anmieten müssen, eine entsprechende Miete bezahlen und die sich sozusagen tagesstundenweise in den Coworking-Space einmieten müssen, auch ein Fair Share bezahlen, wie das im Coworking-Space ganz normalerweise üblich ist. Das beantwortet, glaube ich, auch Ihre Fragen dazu. Das ist der eine Punkt. Insofern ist es ein gutes Konzept und es ist eine Erwartungshaltung der Wirtschaft im Norden, dass wir das, was auch in anderen Bundesländern und vor allem aus anderen Ländern Europas schon State of the Art ist, wir wissen von vielen europäischen Mitgliedsländern, dass sie auch kleine Hubs ihrer jeweiligen Wirtschaft auch in Brüssel mit anbieten, dass wir diese Lagegunst, die wir an dieser Stelle haben, auch der Wirtschaft im Norden zugutekommen zu lassen. Und dann vielleicht noch einmal in Richtung der Linken, weil das ja so ein engagiert vorgetragener Beitrag gewesen ist. Ich würde Ihnen mal sagen, gucken Sie nachher noch einmal in der Nachbereitung der heutigen Sitzung noch einmal auf die Homepage vom Hanse-Office. Da werden Sie nämlich sehen, was im Hanse-Office, das ist auch kein Lobby-Tempel, also finde ich auch irgendwie eine etwas absurde Einschätzung, das hier so abzugeben, sondern gucken Sie, da sind Veranstaltungen zu den Grundwerten Europas, zum Thema nachhaltige Entwicklung in Metropolen, wo wir allen möglichen zivilgesellschaftlichen Organisationen ein Forum und ein Austauschformat bieten.Es ist doch eine Gesamteinrichtung der Hanse Office und das Haus der norddeutschen Wirtschaft. Wir können nicht ständig sagen, wie können wir organisieren, dass wir auch von Brüssel profitieren, etwas nach Hamburg lenken und umgekehrt, um hier von Wertschöpfung und Beschäftigung zu profitieren und dann eine solche Möglichkeit nicht nutzen und dass man es an irgendwelche anderen Leute aus Brüssel vermietet, weil es Eigentum ist, was letztlich den Hamburgern und Hamburger gehört, dann finde ich, soll es doch auch etwas zurückkommen und die Hamburger Wirtschaft davon profitieren können. Ich finde, das ist ein gutes Konzept. Ich danke für die Unterstützung von den Regierungsfraktionen. Das wird ein Beitrag dazu sein, dieses auch entsprechend noch einmal weiter positiv zu positionieren, genauso wie die Wirtschaft das auch positiv aufgenommen hat. Sie sind herzlich eingeladen, dieses Projekt weiter positiv zu begleiten. Vielen Dank.
