Hans-Peter Hörner
Vielen Dank, Frau Präsidentin, und vielen Dank, Frau Schopper. – Als jemand, der in der Gegend von Karlsruhe geboren ist und in Karlsruhe zur Schule gegangen ist, freue ich mich natürlich sehr für die Stadt Karlsruhe. Wenn ich aber die Millionenzahlen höre, die in wenigen Jahren wahrscheinlich zu niedrig sein werden, dann muss ich mich fragen: Ist mit diesen 111 Millionen € wirklich dieses sogenannte Event möglich? Und wird das Land dann eventuell, wenn diese 111 Millionen € nicht reichen, eine Bürgschaft übernehmen? Wir stehen voll hinter der Austragung dieser Veranstaltung. Das ist fantastisch. Wir haben schon mal beantragt, das Ganze in Stuttgart zu machen – Stuttgart oder Karlsruhe. Wir alle sind Baden-Württemberger, und Karlsruhe ist die Hauptstadt von Baden gewesen. Wir stehen voll dahinter. Aber ich befürchte fast, dass die 111 Millionen € nicht ausreichen. Daher die Frage: Würde dann das Land noch eine Bürgschaft übernehmen, dass man hier wirklich planen kann, ohne ein „Karlsruhe 22“ zu riskieren? Vielen Dank. Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Theresa Schopper: Zur verabredeten Planung und zur Machbarkeitsstudie will ich ganz offen sagen: Bei den finanziellen Voraussetzungen, die ursprünglich mal angenommen wurden, hat man mit einem Gutachten – ich würde es jetzt Gutachten nennen – noch mal klar Schiff gemacht, auf wie viel die Summe insgesamt kommt. Da kam man auf die 120 Millionen €. Daran hat man sich orientiert. Da geht es auch um die Fragen: Welche Sportarten nehmen wir hinein? Welche Sportarten nehmen wir zusätzlich auf, und welche lassen wir weg? Darüber kann man es auch steuern. Das ist anders als bei der Ausrichtung von Olympischen Spielen und Paralympischen Spielen. Es ist relativ eindeutig definiert, welche Sportarten bei Olympischen Spielen jeweils stattfinden. Da gibt es immer noch ein paar Demonstrationswettbewerbe. Ansonsten ist ein ganz klares Portfolio an Sportarten bei Olympischen Spielen festgelegt. Das ist bei den World Games ein bisschen anders. Da gibt es bestimmte Sportarten, die auf jeden Fall stattfinden. Aber es gibt einen Gestaltungsspielraum für die ausrichtende Stadt, auch unter Berücksichtigung, was sie an Wettkampfstätten hat, was sie an Hallen hat, was an Wegen organisatorisch auszurichten ist. Das kann dort massiv mit einfließen. Man geht also schon davon aus, dass man mit dieser Marge von 120 Millionen € auskommt. Jetzt sagen Sie: Teurer wird’s immer. Wenn es teurer wird: Die 55 Millionen € vom Bund und die 33 Millionen € vom Land sind klar festgelegt. Wir haben beim Land die 33 Millionen € entsprechend im Staatshaushalt hinterlegt – da sind auch schon die ersten Tranchen der Gelder abgeflossen –, aber auch noch Verpflichtungsermächtigungen hinterlegt. An einer weiteren Finanzierung sind wir bisher nicht beteiligt.
