Muhterem Aras
Vielen Dank, Frau Abg. Dr. Leidig. – Für die Landesregierung erteile ich das Wort Frau Ministerin Olschowski. Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Petra Olschowski: Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Ute Leidig, vielen Dank für die Frage und für die Einführung in connAIx und das, was in den letzten Wochen und Monaten passiert ist. Ich will vielleicht noch auf Folgendes hinweisen: Wir haben im Januar die Gründungsvereinbarung unterzeichnet. Es gibt jetzt die erste Spitzenberufung. Das sind natürlich Prozesse, die nicht über Nacht stattfinden, sondern es sind Spitzenkräfte. Sie haben es ja gesagt: Frau Professorin Eyring ist Leibniz-Preisträgerin. Sie ist Autorin des Sachstandsberichts des Weltklimarats. Sie ist auf den großen Konferenzen weltweit präsent und gehört zu den am meisten zitierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit. Dass sie sich für connAIx und damit für Baden-Württemberg, für Tübingen und Heilbronn, entschieden hat, zeigt die Stärke dieses Standorts. Das haben Sie auch schon ausformuliert. Im Moment, gerade heute, findet ein Treffen mit Frau Eyring und den Personen statt, die am Standort schon jetzt in Verhandlungen und Gesprächen sind. Dazu gehört Herr Professor Furmans vom KIT. Ich will noch mal sagen: connAIx ist eine Einrichtung, die von den drei Universitäten Stuttgart, Tübingen und dem KIT in Karlsruhe getragen wird. Wir haben in einer der letzten Besprechungen entschieden, die operative Standortleitung für den Moment interimistisch, bis alle Gründungsdirektorenverfahren abgeschlossen sind, an Herrn Professor Furmans vom KIT zu vergeben. Er war Dekan der Fakultät für Maschinenbau. Er wäre jetzt in den Ruhestand gegangen. Sein Dienst wird für diese Aufgabe verlängert. Das ist auch ein erster Teil meiner Antwort. Wir haben jetzt sozusagen eine Person vor Ort, die übergangsweise die Standortleitung übernimmt und vor Ort die Aktivitäten plant und verbindet. Am 1. September soll der Betrieb in Heilbronn tatsächlich mit Frau Eyring als Gründungsdirektorin aufgenommen werden. Im Moment finden parallel die Spitzen- und Direktberufungen der beiden anderen Gründungsdirektoren und -direktorinnen, also von KIT und Uni Stuttgart, mit zwei ebenfalls international herausragend ausgewiesenen Personen statt. Auch da sprechen wir von Leibniz-Preisträgern, von Trägern des Deutschen Zukunftspreises, von Personen, die ERC-Grants eingeworben haben. Wir stehen, so jetzt alles normal läuft, auch da kurz vor dem Abschluss. Alle drei Berufungen wären der Topliga zuzurechnen und würden tatsächlich das Signal senden, dass der Anspruch, den wir mit connAIx formuliert haben, auch erfüllt wird. Parallel dazu wird ab dem 1. September die Geschäftsstelle vom KIT nach Heilbronn umsiedeln. Bis jetzt sind noch nicht alle Räume bezugsfähig, aber bis dahin wird es funktionieren und möglich sein. Wir werden die räumlichen Bedarfe zusammen mit der Dieter Schwarz Stiftung weiter vorantreiben. Parallel zu diesen Berufungen, die jetzt schon laufen, arbeiten die drei Universitäten im Moment an der Etablierung von connAIx-Brückenprofessuren, die noch einmal die Verankerung in die tatsächlichen Häuser sicherstellt. Wir gehen davon aus, dass wir im Herbst dieses Jahres sowohl das Gründungsdirektorium als auch die ersten Brückenprofessuren und die lperiode – 9. Sitzung – Mittwoch, 22. Juli 2026 weiteren Berufungsverfahren komplett haben. Am 12. und 13. Oktober wird ein extern begleiteter Strategieworkshop stattfinden, der auch den Blick auf die zukünftige Entwicklung legen wird. Das werden die Schritte sein, die jetzt machbar sind. Ich kann Ihnen sagen: Die drei Hochschulen sind im Moment auch schon dabei, die anderen zur Verfügung stehenden Professorenstellen parallel zu besetzen, sodass wir zu Beginn des nächsten Jahres mit Sicherheit noch mal eine Dynamik haben werden, die deutlich schneller vorangeht. Es ist jetzt wichtig, die ersten Köpfe an der Spitze zu kennen, damit dann auch für die anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die kommen, klar ist, in welche Richtung es geht und wo wir unterwegs sind. Dann hat Ihre Frage auch auf die Skalierung abgezielt, die wir im Koalitionsvertrag angekündigt haben und die auch mit einer engeren Vernetzung der beiden Universitäten vor Ort einhergehen soll – das sind einmal die TUM und die ETH Zürich. Die ETH Zürich hat ja gerade erst in den letzten Wochen den Startschuss in Heilbronn gegeben. Einige von Ihnen waren auch dabei – Frau Leidig z. B. –, und jetzt geht der Start dort erst los. Der von mir angekündigte Strategieworkshop im Oktober soll tatsächlich dieses Ökosystem vor Ort und auch die Fragen, wie die Kooperation mit den anderen Einrichtungen vor Ort stattfinden kann und wie ein Ausbau von connAIx – die Skalierung – sinnvoll aufgesetzt werden kann, mit in den Blick nehmen. Es ist aus meiner Sicht wichtig, dass wir jetzt das Gründungsdirektorium und die ersten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor Ort haben und dass wir dann – dafür müssen wir auch die Haushaltsberatungen abwarten – in den nächsten Jahren eine Skalierung vorsehen, die einen größeren Kreis – möglicherweise auch mit Partnerinnen und Partnern; das muss man besprechen – in den Blick nimmt und sich auch damit beschäftigt, wie viele Professorinnen und Professoren vor Ort sind und wie die Zahl der Doktorandinnen und Doktoranden sowie der Postdocs steigt. Ich will zur Klarheit einfach noch einmal sagen: Wir haben im ersten Schritt festgelegt, dass connAIx eine top Spitzenforschungseinrichtung sein soll. Deswegen fokussiert sie sich im Moment auf die Bereiche Promotion und Postdocs. Vorgesehen ist aber auch, dass wir perspektivisch Masterstudiengänge mit in den Blick nehmen. Ich denke aber, das ist erst dann sinnvoll, wenn wir eine stabile Struktur haben, die das Forschungszentrum erst einmal platziert. Ich will auch noch mal daran erinnern, dass die Gründung auch im Zusammenhang mit der Ansiedlung von imec und der gewünschten Kooperation in Heilbronn von imec mit einem Spitzenforschungsinstitut, das connAIx sein wird, steht. Das ist ein wichtiges Stichwort. Des Weiteren sind die drei Universitäten, die da beisammen sind, die Universitäten, die maßgeblich das Fundament von Cyber Valley bilden, sodass auch dieser Schulterschluss zwischen IPAI in Heilbronn, Cyber Valley in Tübingen, Stuttgart und Karlsruhe und connAIx als Verbindungsglied gewährleistet ist. Deswegen ist es jetzt wichtig, dass wir mit der Beset- (Ministerin Petra Olschowski) zung der top Leitungspersonen einen guten ersten Schritt gehen und mit ihnen zusammen dann den sukzessiven Ausbau voranbringen, der ja auch von diesen Persönlichkeiten geprägt und geleitet werden soll. Aber ich sage mal: Das wird aus meiner Sicht nicht im Jahr 2027 der Fall sein, aber ab 2028 soll der Aufbau perspektivisch in den Blick genommen werden.
