Clara Schweizer
Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich habe die Beiträge der Fraktionen aufmerksam verfolgt. Manche haben Kritik geäußert; das gehört zu einer lebendigen Debatte dazu. Was uns jedoch einen sollte, ist der Wille, daran zu arbeiten, dass wir im nächsten Sommer einen Schritt weiter sind. (Abg. Miguel Klauß AfD: Klimaanlagen! Altershei- me, Pflegeheime, Krankenhäuser!) Ich möchte jetzt auch noch einmal sagen: Was Sie von der AfD hier sagen, ist schlichtweg falsch. Es ist keine Klimapropaganda. Die menschengemachte Erderwärmung ist Fakt und wissenschaftlich viel erörtert. (Beifall bei den Grünen und Abgeordneten der CDU – Zuruf von der AfD: Das stimmt! Das streitet ja nie- mand ab!) Und wenn ich jetzt höre, das sei halt der Sommer, (Abg. Miguel Klauß AfD: Ist halt so!) und es gebe auch immer mal wieder Gewitter – – Ja, einzelne heißere Tage und Unwetter gab es schon immer, aber neu ist, wie häufig und wie intensiv sie auftreten, (Abg. Miguel Klauß AfD: Aber wir können es nicht ändern!) wie sehr sich die Extreme gegenseitig verstärken. (Abg. Miguel Klauß AfD: Aber wir können es nicht ändern!) Das Wetter – das lernt man auch in der Schule – ist das, was wir heute und morgen erleben: (Abg. Daniel Lede Abal GRÜNE zu Abg. Miguel Klauß AfD: Das ist auch eine erste Rede! – Gegen- ruf des Abg. Emil Sänze AfD: Die zweite! – Gegenruf des Abg. Daniel Lede Abal GRÜNE: Nein, nein! – Zuruf: Das ist ein bisschen peinlich, oder? – Unruhe) Hitze, Regen, Hagel oder Sturm. Klima ist die langfristige Entwicklung über Jahrzehnte. Kein einzelnes Unwetter allein ist der Beweis für die Klimakrise. Aber die Klimakrise verändert unser Wetter. (Beifall bei den Grünen sowie Abgeordneten der CDU und der SPD) Was früher selten war, tritt dadurch häufiger auf und wird heftiger. Auch der Gesamtverband der Versicherer sagt, die Zahl der Hitzetage habe sich seit den 1950er-Jahren mehr als verdreifacht. (Abg. Miguel Klauß AfD: Können wir trotzdem nicht ändern! – Zuruf von der AfD: Eigene Erfahrungen oder Statistik?) (Clara Schweizer) Und jetzt noch zu dem Vorwurf, wir würden mit dem Klimaschutz der Wirtschaft schaden. Wir sagen ganz klar: Wirtschaft und Klimaschutz müssen zusammengehen. (Zuruf von der AfD: Aber es geht nicht zusammen!) Das zeigen wir bereits. Wir sind hier im Ländle Vorreiter für Green Tech. Der Bereich Green Tech bietet ein enormes Potenzial für die Wirtschaft in unserem Land. Mit weiterer Forschung, mit weiterer Entwicklung und Innovation können wir richtig viel hinbekommen. Deshalb rufe ich auch Sie dazu auf – die Debatte zeigt die Folgen der Rekordhitze; die Unwetter betreffen uns alle –, denn das ist entscheidend: Handeln wir gemeinsam, statt nur zu beklagen. Baden-Württemberg baut schon jetzt Strukturen auf (Abg. Miguel Klauß AfD: Klimaanlagen!) und unterstützt seine Kommunen bei den Herausforderungen. Baden-Württemberg nimmt die Herausforderung an, die Klimakrise wirkungsvoll zu bekämpfen. Lassen Sie uns das gemeinsam machen. Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen sowie Abgeordneten der CDU und der SPD)
