landtag-bw.de ↗

Alfred Bamberger

AfD 04.02.2026 Sitzungen 17/140

Habe die Ehre, Herr Präsident! Grüß Gott, meine Damen und Herren! (Unruhe) riode – 140. Sitzung – Mittwoch, 4. Februar 2026 Verehrte Kollegen, meine Rede ist nicht nur die letzte am heutigen Tag, sondern meine letzte Rede in diesem Hohen Haus. (Beifall des Abg. Sebastian Cuny SPD) Ich bedanke mich bei meinen Mitarbeitern und Fraktionskollegen, aber auch bei der Landesverwaltung. Ich danke auch den vielen Bediensteten des Landtags, die diesen Apparat am Laufen gehalten haben. Erlauben Sie mir daher, das Thema der Debatte in einen größeren Rahmen zu stellen. (Abg. Daniel Lede Abal GRÜNE: Oje!) – Nichts „oje!“. Sie sollen mir mal ein bisschen zuhören. Ich bin 68 Jahre alt und habe bis zu meinem 54. Lebensjahr nichts mit Politik am Hut gehabt. Ich habe studiert, gearbeitet und eine Familie gegründet. Erst mit der Eurorettungspolitik, welche die Gründung der AfD zur Folge hatte, wollte, ja musste ich politisch aktiv werden. (Zuruf des Abg. Thomas Dörflinger CDU) In diesen Landtag bin ich 2022 als Nachrücker für meinen hoch geschätzten Kollegen Dr. Bernd Grimmer, der leider viel zu früh und überraschend verstarb, eingezogen. Ich bedanke mich aber auch bei den Kollegen der anderen Fraktionen, also sprichwörtlich bei Ihnen, weil die Jahre mit Ihnen in diesem Landtag mir und hoffentlich auch den Wählern gezeigt haben, dass die AfD notwendiger ist denn je. (Beifall bei Abgeordneten der AfD – Zuruf des Abg. Dr. Christian Jung FDP/DVP) Zum Bericht des Staatssekretärs, aber auch als Zusammenfassung meiner Eindrücke der letzten vier Jahre stelle ich mir die Frage: Werden die Herausforderungen unseres Landes angesprochen, diskutiert und pragmatisch rational gelöst? Der Niedergang unserer Wirtschaft beantwortet diese Frage. Stichwort Bürokratieabbau aus dem Bericht des Staatssekretärs: Es sind ja immer die gleichen Phrasen und Versprechen der sogenannten Altparteien. Sie bauen Bürokratie nicht ab – nicht in diesem Haus und schon gar nicht in der EU. 1 456 Rechtsakte brachte die EU 2025 auf den Weg, also ungefähr vier pro Tag. Das ist rekordverdächtig. Diese Bürokratie mutiert zu einer Garotte für Unternehmen und Bürger. Außenhandelspolitik: Baden-Württemberg, Deutschland und die EU stürzen ab. Die zentralen Exportindustrien Auto und Chemie schmieren ab, der Maschinenbau geht bankrott oder wird sukzessive nach China verschleudert. Und was machen Sie? Weltfremdes Politikergerede! Industriepolitik: technologisch auf breiter Front abgehängt. Während in der Welt Forschung, Kreativität und Unternehmen förmlich explodieren, passiert bei uns in Deutschland und in der EU nichts oder nur wenig. Suchen Sie in den internationalen Aktienindizes doch mal nach Unternehmen aus Baden-Württemberg. Mit Ausnahme von SAP ist nichts gelistet. (Abg. Daniel Lede Abal GRÜNE: Wollen Sie die Mittelständler jetzt an die Börse bringen?) (Alfred Bamberger) Die Welt verändert sich dramatisch – und Sie, Herr Haßler, reden von regelbasierten Welthandelssystemen. Die Vergangenheit, die Zeit der regelbasierten Ordnungen ist vorbei. Werden in diesem Land die existenziellen Herausforderungen für unser Land angesprochen, diskutiert, gelöst? Manchmal ja, manchmal nein. Wir von der AfD sprechen Themen an – manchmal vielleicht in der falschen Tonalität –, aber stets kommt Ihre Mauer. Dabei verkennen Sie die Tatsachen. Die AfD nämlich ist nur der Bote; die Nachricht ist die Wirklichkeit. Sie verweigern sich nicht der Diskussion mit der AfD, sondern Sie verweigern sich letztendlich der Wirklichkeit selbst. Und das geht nie gut. (Beifall bei Abgeordneten der AfD – Abg. Niklas Nüssle GRÜNE: Ach Gott im Himmel!) Meine Hoffnung und meine Bitte an den neuen Landtag ist – so geht es nicht mehr weiter –: Finden Sie zurück zur Realität, zur Diskussion und zu einer fachlichen Lösungskompetenz. Lösen Sie endlich die Probleme! Liebe CDU, es nützt nichts, wenn Sie nur AfD-Inhalte für Wahlplakate kopieren. Es geht ums Machen. Und wenn nach der Wahl wieder merzsche Pirouetten gedreht werden – dass nämlich das Gegenteil von dem gemacht wird, was Sie vor der Wahl versprochen haben –, dann täuschen Sie nicht nur Ihre Wähler, sondern Sie verspielen die Zukunft des Landes. (Beifall bei der AfD) Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und verabschiede mich mit der Hoffnung auf eine gute Zukunft für unser Land. Danke schön. (Beifall bei der AfD)

Alle Reden von Alfred Bamberger Protokoll ↗