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Muhterem Aras

04.02.2026 Sitzungen 17/140

Bitte, Herr Minister. Minister des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Thomas Strobl: Die Zahl, die Sie zitieren, Herr Abg. Gehring, ist richtig. Die kann ich bestätigen. Das trifft auf ungefähr zwei Drittel dieses Personenkreises zu – ein Personenkreis, der ganz überwiegend männlich und vor allem erschreckend jung ist. Das Durchschnittsalter dieser Personen liegt bei unter 16 Jahren. Sie radikalisieren sich blitzschnell über das Netz. Sie radikalisieren sich jedoch nicht nur, sondern bereiten ganz konkret Anschläge vor. Es liegen Waffen im Kinderzimmer, es werden konkrete Anschlagspläne geschrieben, der Schießwinkel im Klassenzimmer wird aufgezeichnet und dergleichen mehr. Und zwei Drittel dieser Personen, dieser sehr jungen Männer, dieser Jugendlichen, haben nachgewiesene psychische Defekte. Ich darf zu Ihrer Information noch hinzufügen: Bei dem verbleibenden Drittel sind die psychischen Defekte nicht nachgewiesen, aber möglicherweise ebenfalls in einer nicht ganz so starken, anderen oder leichteren Form vorhanden. Das unterstreicht noch einmal die Bedeutung Ihrer Frage. Ich will auch hinzufügen: Das hilft alles nichts, wenn ein entsprechender Terroranschlag verübt wird. Für das Opfer, für die Hinterbliebenen, für die Familie, für die Freunde ist es am Ende egal, ob das ein Rechtsextremist, ein Linksextremist, ein Islamist oder ein psychisch gestörter Täter gewesen ist. Die haben einen Toten zu beklagen. Deswegen müssen wir diese Entwicklungen auch in den Fokus nehmen. (Minister Thomas Strobl) Der Innenminister wäre jedenfalls dankbar, wenn wir das wissen, was wir wissen. Wenn wir entsprechende Hinweise auf eine psychische Störung haben, insbesondere Hinweise auf eine Störung, die sich letztlich in Straftaten und Gewalt entladen kann, dann, finde ich, muss der Schutz potenzieller Opfer vor Datenschutz gehen. Das ist ein Thema, das uns in der Innenministerkonferenz bewegt. Das wird uns sicher weiter beschäftigen. Meine Haltung ist ganz klar: Opferschutz geht vor Täterschutz. (Beifall bei Abgeordneten der CDU)

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