Dr. Markus Rösler
Liebe Präsidentin, lieber Präsident – wobei ich für die Präsidentin gleich noch etwas extra hätte. (Heiterkeit des stellv. Präsidenten Dr. Wolfgang Rein- hart – Zuruf des Abg. Anton Baron AfD) (Dr. Markus Rösler) Nicht inhaltlich, sondern persönlich will ich mich zum Schluss, in meiner letzten Rede hier im Landtag, noch bedanken. Meine liebe Präsidentin, die gerade hinausgeht, leih mir noch ein Ohr: Ich werde jetzt keinen ausgestopften Biber aus der Jackentasche ziehen – (Abg. Muhterem Aras GRÜNE: Das ist gut!) in Erinnerung an meine wahrscheinlich berühmteste Rede und die Änderung der Landtagsgeschäftsordnung deswegen –, sondern ich will mich bedanken, und zwar zunächst bei den Kolleginnen und Kollegen der eigenen Fraktion. Ich will mich auch bei den Kolleginnen und Kollegen anderer Fraktionen und den Kabinettsmitgliedern, speziell des Finanz- und des Umweltministeriums, die mir immer besonders nahe waren, aber auch allen anderen sowie deren Mitarbeitern ausdrücklich bedanken. Als parteipolitischer Quereinsteiger, für den immer galt: „zuerst das Land, dann die Partei, dann die Person“, will ich mich auch bei den Kollegen bedanken, mit denen ich in den letzten Jahren überparteilich so gut zusammengearbeitet habe, beispielsweise aus der überparteilichen Parlamentariergruppe Dia lekt. (Zuruf der Abg. Gabriele Rolland SPD) Wir können – das hat sich jetzt gerade wieder gezeigt – auch in Wahlkampfzeiten kooperativ und kollegial miteinander umgehen und konstruktiv zusammenarbeiten. Deshalb exemplarisch einen Dank an den Kollegen Stächele von der CDU, den Kollegen Kenner von der SPD, den Kollegen Haußmann von der FDP/DVP und von früher auch noch den Kollegen Röhm, CDU, und Gruber, SPD. Es hat sich gezeigt: Das klappt auch im Wahlkampf immer noch gut. Ich will mich aber auch bei denen bedanken, die unsere Arbeit möglich machen und in den Reden meist keine Rolle spielen: den parlamentarischen Beraterinnen und Beratern, den persönlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Büros aller Fraktionen, (Beifall bei Abgeordneten der Grünen und der FDP/ DVP) dem Sicherheitsdienst und den Bodyguards, dem Botendienst, den Menschen an der Pforte, in der Drucksachenstelle, neben denen ich von 2006 bis 2011 arbeitete, und dem Stenografischen Dienst. Wir sollten hier in diesem Hohen Haus gemeinsam daran denken: Es gibt Menschen, die deutlich weniger verdienen als wir (Abg. Gabriele Rolland SPD: Allerdings!) und deren Rente deutlich geringer ist als unsere und ohne die unser parlamentarischer Betrieb hier nicht funktionieren würde. Gelernt habe ich – das ganz zum Schluss – schon früh, spätestens 2005, von Günther Oettinger. Es ging um das Biosphärengebiet Schwäbische Alb, und er hat hier an diesem Redepult 2005 gesagt: Das wird ein Leuchtturmprojekt der neuen Landesregierung. Sein Vorgänger hatte das immer verhindert. Ich habe gelernt: Manchmal ist der Unterschied innerhalb einer Partei größer als der Unterschied zwischen den Parteien. riode – 140. Sitzung – Mittwoch, 4. Februar 2026 Und ich habe gelernt: „Mor muss schwätza mit de Leit.“ Und es ist gut, über die Parteigrenzen hinweg zu reden; dann entdeckt man manchmal mehr Gemeinsames als Trennendes. Das sollte im Parlament über die Parteigrenzen hinweg immer so sein. Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen und der CDU sowie Abge- ordneten der SPD, der FDP/DVP und der AfD)
