Jonas Weber
Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Jetzt komme ich aus einem Wahlkreis, in dem der Wolf sein Unwesen getrieben hat. Ich weiß also durchaus um die emotionalen und persönlichen Befindlichkeiten von Tierhalterinnen und Tierhaltern. Aber ich bin zugleich seit acht Jahren Mitglied dieses Hohen Hauses – ich bin sehr dankbar dafür, diesem Hohen Haus anzugehören – (Jonas Weber) und habe gedacht, ich hätte schon alles erlebt. Das, was ich gerade eben erlebt habe, hätte ich mir nicht vorstellen können. Ich komme noch einmal auf eine Podiumsdiskussion der Spitzenkandidaten Cem Özdemir und Manuel Hagel zurück. Dort haben beide angekündigt, dieser Landtag werde auf ihr Betreiben hin eine gesetzliche Grundlage vor der Wahl beschließen. Sie haben beide dieses Gesprächsversprechen gebrochen. – So weit, so gut. Das ist der erste Vertrauensverlust. Aber dann kommen Sie, Herr Kollege Hauk, hierhin und bezichtigen die Umweltministerin tatsächlich eines Missfallens, einer Ignoranz gegenüber dem Schutz von Menschen. Wie tief kann man eigentlich fallen? (Vereinzelt Oh-Rufe) Und aus der Grünen-Fraktion kommt dann der Zuruf: „Rücktritt, Herr Minister!“ Wo bin ich hier gelandet? Es geht um eine einfache Frage, die man klar und einfach lösen kann. Dieses Schauspiel hilft niemandem. Deswegen: Unterzeichnen Sie Ihre Scheidungspapiere, machen Sie Ihren Rosenkrieg, aber sorgen Sie für ordentliche Lösungen in diesem Land, (Zuruf des Abg. Dr. Uwe Hellstern AfD) stellen Sie die Probleme der Menschen in den Mittelpunkt, und lassen Sie dieses unerträgliche Schauspiel, liebe Kolleginnen und Kollegen. (Beifall bei der SPD)
