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Thomas Blenke

11.12.2025 Sitzungen 17/138

Vielen Dank. – Frau Präsidentin, geschätzter Kollege Weinmann, Kolleginnen und Kollegen! Ich bedanke mich ausdrücklich für die Frage, lieber Kollege Weinmann, da Sie speziell nach dem nördlichen Landesteil fragen und mir das die Möglichkeit gibt, Ihnen auch gute Nachrichten für den nördlichen Landesteil zu geben. Vielen Dank dafür. (Heiterkeit bei Abgeordneten der FDP/DVP – Abg. Julia Goll FDP/DVP: Ein bisschen lauter, bitte!) Ich möchte zu Beginn eines klarstellen: Dieser neue Luftrettungsstandort in Ravenstein, der das nördliche Baden-Württemberg abdeckt – ich sage gleich etwas dazu –, befindet sich nicht am Klinikum in Mosbach. Die Vorbereitungen für die Ausschreibung des gewählten Luftrettungsstandorts in Ravenstein laufen planmäßig. Der Standort befindet sich in einem fortgeschrittenen Planungs- und Umsetzungsstadium. Derzeit werden die Erschließungsplanungen durchgeführt. Sobald diese abgeschlossen sind, können wir auch in die Ausschreibung des Standorts gehen, um einen Betreiber zu finden. Der Standort Ravenstein entspricht den Empfehlungen der Gutachter der Struktur- und Bedarfsanalyse für die Luftrettung. Die haben wir, das Innenministerium, im Jahr 2018 vom Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement des Klinikums der Universität München erstellen lassen. Aufgrund dieses Gutachtens haben wir uns für diese Standorte entschieden – das zeige ich Ihnen nachher noch –, und die notfallmedizinische Versorgung bei Ihnen im Stadt- und Landkreis Heilbronn und in den Landkreisen Neckar-Odenwald, Hohenlohe und Schwäbisch Hall wird sich durch den neuen Rettungshubschrauber deutlich verbessern. Dieser zusätzliche Luftrettungsstandort wird im Tagbetrieb betrieben werden, und außerdem werden künftig alle – wir schreiben ja alle neu aus – Hubschrauber in Baden-Württemberg als sogenannte Dual-Use-Hubschrauber eingesetzt, das heißt, sowohl für die Notfallrettung als auch für Intensivtransporte. Gerade vor dem Hintergrund – Sie haben es angesprochen – der sich ändernden Kliniklandschaft gewinnt die Luftrettung weiter an Bedeutung, und zwar für beide dieser Nutzungsarten. Die in einzelnen Kliniken – wie aktuell in Mosbach – diskutierten strukturellen Veränderungen – das ist jetzt ganz wichtig – haben keine direkten Auswirkungen auf die Eignung oder die Planung eines Luftrettungsstandorts. Auch die ärztliche Besetzung – vielleicht denken Sie ja daran – der Luftrettungsmittel, also der Hubschrauber, erfolgt in der Regel durch Fachärzte aus mehreren umliegenden Kliniken, also nicht aus einer bestimmten Klinik. Damit haben wir einfach mehr Besetzungssicherheit; das macht schlicht und einfach Sinn. Ihre zweite Frage – „Welche Alternativstandorte stehen notfalls zur Verfügung?“ – hat sich damit fast schon beantwortet. Eine mögliche Schließung in Mosbach hat darauf keine Auswirkungen; das ist davon unabhängig. Lassen Sie mich, wenn es gestattet ist, Frau Präsidentin, noch ein oder zwei allgemeine Anmerkungen machen. Diese neue Luftrettungskonzeption bewirkt eine signifikante Verbesserung für die Bevölkerung im Bereich der Luftrettung. Wir (Staatssekretär Thomas Blenke) werden zwei zusätzliche Rettungshubschrauber im Land bekommen, den einen in Ravenstein, den anderen in Lahr. Mit einer teilweisen Verschiebung von wenigen Standorten bekommen wir am Ende – das erkennen Sie jetzt nicht, aber Sie kennen vielleicht die Karte – (Der Redner hält eine Karte hoch.) eine Abdeckung hin, sodass wirklich jeder Ort in Baden-Württemberg innerhalb von 20 Minuten erreichbar ist. Es ist die Vorgabe von uns, dass jeder Ort innerhalb von 20 Minuten erreichbar sein kann. Das erreichen wir mit dieser neuen Luftrettungskonzeption. Darüber hinaus wird es gegenüber dem heutigen Standort noch einen weiteren Standort mit einem 24-Stunden-Betrieb geben.

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