Katrin Steinhülb-Joos
Deshalb haben wir eine Wahlfreiheit! – Gegenruf des Abg. Anton Baron AfD: „Superschulleiterin“! Um Gottes willen!) – Wenn Sie eine Frage stellen wollen, beantworte ich sie sehr gern. Dann möchte ich noch Folgendes sagen: Wenn sich ein solches Kind tatsächlich weiterentwickelt, braucht es eine Familie, braucht es Freunde, die ähnliche Belastungen haben. Ist es ein Grundrecht, wenn Sie ein solches Kind – das Kind hat sehr darunter gelitten, dass vier Kinder von meiner Frau und mir auf dem Gymnasium waren und sie auf der Hilfsschule war; das war schwer – auf das Gymnasium schicken? Nein, nein und nochmals nein. (Abg. Katrin Steinhülb-Joos SPD: Sie verstehen nicht, was „Wahl“ heißt!) Herr Poreski, Sie werfen uns wieder einmal vor, wir seien an dieser Wirtschaftsmisere schuld. (Abg. Thomas Poreski GRÜNE: Nein! Wie war das mit zuhören? Sie haben mir nicht zugehört!) Schauen Sie sich doch mal die Wirtschaftsprognose an: 0,x % Wirtschaftswachstum. Daran sind wir gewiss nicht schuld. Ob da tatsächlich ein Plus eintritt, ist fraglich. (Abg. Thomas Poreski GRÜNE: Das ist ein Aufmerk- samkeitsdefizitsyndrom, was Sie zeigen!) Ich würde sagen, dass es wahrscheinlich ein Negativwachstum – ein furchtbarer Begriff –, allenfalls aber eine Stagnation gibt. Und daran sind weder die AfD noch die AfD-Fraktion schuld. Daran sind Sie alle schuld; denn Sie alle waren in den entsprechenden Regierungen. (Beifall bei der AfD) Noch etwas zum Schnitt: Ich habe das selbst erleben dürfen. Zu meiner Zeit musste man, um auf das Gymnasium gehen zu dürfen, noch mehr machen, denn man musste eine Aufnahmeprüfung ablegen. (Abg. Rüdiger Klos AfD: Ja!) de – 137. Sitzung – Mittwoch, 10. Dezember 2025 Von 50 Schülern haben sie drei gemacht; zwei haben sie bestanden, einer nicht, ein guter Freund von mir namens Norbert. Er war natürlich sehr traurig, dass er die Prüfung nicht bestanden hat. Norbert hat dann eine Lehre gemacht. – Ich habe nicht nur vom dreigliedrigen Schulsystem gesprochen, ich habe gesagt: „mit einer klaren Konzentration auf die berufliche Orientierung“. (Zuruf von der AfD: So ist es!) Das war ein zusätzlicher Satz, den man vielleicht auch hören sollte, aber immer drauf auf die AfD und auf den Hörner – aber ich bin das gewöhnt, von mir aus. Norbert hat dann eine Lehre gemacht, hat sich danach selbstständig gemacht und hat inzwischen einen Betrieb mit über 25 Mitarbeitern an seine beiden Kinder übergeben, sitzt noch immer im Gemeinderat und war – zwischenzeitlich ist er zurückgetreten; er ist so alt wie ich – im Kreisrat. Er ist ein sehr wertvolles Mitglied unserer Gesellschaft, und das hätte er nicht erreicht, wenn man ihn ins Gymnasium gesteckt hätte; denn dort nämlich wäre er gescheitert. Es ist nicht so, dass er dumm wäre, er hat eben andere Fähigkeiten. Wenn Sie jetzt meinen, man könne alle Kinder, ...
