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Muhterem Aras

10.12.2025 Sitzungen 17/137

Herr Abg. Dr. Rülke! Sie haben noch Redezeit und können gern in der zweiten Runde sprechen. Jetzt haben Sie nicht das Wort. (Abg. Dr. Hans-Ulrich Rülke FDP/DVP: Wenn die Dame mich anspricht, dann antworte ich! – Verein- zelt Heiterkeit) – Nein. Die Frau Ministerin hat jetzt das Wort. Sie können gern in der zweiten Runde sprechen, ansonsten bitte ich jetzt um Ruhe. (Abg. Sandro Scheer AfD: Herr Rülke hat bald außer- parlamentarisch mehr Zeit!) Ministerin für Kultus, Jugend und Sport Theresa Schopper: Die Dame wird jetzt fortfahren. (Vereinzelt Heiterkeit) In Conclusio – das ist mir noch mal wirklich wichtig, auch um dieses Bild deutlich zu machen –: Ohne die motivierten und engagierten Lehrkräfte wäre das, was wir jetzt mit der Bildungsreform auf den Weg gebracht haben – sei es im frühkindlichen Bereich, in der Grundschule, in den weiterführenden Schulen, in den beruflichen Schulen –, nicht möglich. Ich denke, da werden alle – – Sie haben prägende Persönlichkeiten im Lehrerberuf gehabt. Jede und jeder erinnert sich wahrscheinlich noch an seine Erstklasslehrerin. Das war sozusagen jemand, für die man gelernt hat. Daran hat sich heute nicht sehr viel geändert. Wir wissen auch: In den weiterführenden Schulen sind diejenigen Lehrkräfte die prägenden Lehrkräfte, die die Kinder mit ihrem Einsatz und ihrer Leistungsbereitschaft weiterbringen. Bei den Fortbildungen ist es natürlich so: Wir haben eine hohe Anzahl von Fortbildungen, die online abrufbar sind und die auch online abgerufen werden. 52 % der Lehrkräfte rufen ihre Fortbildung online ab, und sie möchten das auch gern, weil sie das zum Teil außerhalb der Unterrichtszeit machen, weil sie wissen: Wenn sie nicht da sind, dann wirkt sich das auf die Versorgung im Klassenzimmer aus. Aber die Krankheitsreserve – die gehört ja nicht dazu – haben wir schon deutlich erhöht. Da müssen Sie sagen, da sind wir schon an der – – (Abg. Dr. Stefan Fulst-Blei SPD: Von zu wenig auf wenig!) – Ja, bei Ihnen ist es immer zu wenig, (Abg. Dr. Stefan Fulst-Blei SPD: Klar!) bei Ihnen ist es die Raupe Nimmersatt; das weiß ich. de – 137. Sitzung – Mittwoch, 10. Dezember 2025 (Zuruf des Abg. Dr. Stefan Fulst-Blei SPD) Daher ist es so: Die Abstimmungen mit den Personalvertretungen werden wir kontinuierlich vorantreiben, und jede und jeder – – Das haben, denke ich, auch schon alle noch gesagt: In einer „Firma“ mit 120 000 Lehrkräften, mit Kolleginnen und Kollegen, da wird schon immer wieder jemand dabei sein, der nicht zu 100 % brennt. Das ist wie in jeder anderen Firma, wie in jedem anderen Betrieb, wenn man jetzt die Schule einmal insgesamt sieht. Daher ist das, was wir heute hier diskutieren, auch noch einmal eine gute Gelegenheit, um deutlich zu machen, was unsere Lehrkräfte leisten und wo wir die zentralen Herausforderungen im Bildungssystem haben. Wir haben ja dazu gleich im Anschluss noch eine zweite Debatte. Stichworte sind Bildungsgerechtigkeit, Sprachförderung, Entkopplung von sozialer Herkunft und Bildungserfolg sowie Stärkung der Basiskompetenzen. Ich nenne aber auch: Demokratiebildung, digitale Kompetenzen, Medienbildung, berufliche Orientierung und vieles mehr. Das sehen auch die Bürgerinnen und Bürger so. Wenn man sich den aktuellen Baden-Württemberg-Check anschaut, der erst gestern herausgekommen ist, erfährt man: An der Spitze der Forderungen, wofür sich die Bildungspolitik im Land besonders einsetzen sollte, stehen u. a. Integrationsmaßnahmen für Schülerinnen und Schüler mit Sprachproblemen. Das ist genau das, was diese Landesregierung in den letzten viereinhalb Jahren konsequent angegangen ist und umsetzt: (Beifall bei Abgeordneten der Grünen und der CDU) für eine bessere Vorbereitung auf das Berufsleben. Auch da sind wir mit einem neuen BO-Konzept vorangegangen. Auch das gibt es mittlerweile in allen Schularten – „in allen Schularten“ betone ich. Natürlich gehören dazu auch die Sanierung – dazu haben wir heute ebenfalls noch einen Tagesordnungspunkt – und eine bessere digitale Ausstattung, wozu wir mit dem „Digitalpakt Schule 2.0“ kommen werden. Alle zentralen Themen haben wir im Blick, aber wir werden uns sicherlich gleich in der anschließenden Debatte auch noch mit einer weiteren Thematik befassen. Eines muss ich noch einmal sagen – ich denke, das ist das Wichtigste, was wir heute als Botschaft insgesamt aus dem Landtag senden müssen –: Unsere Lehrkräfte leisten eine tolle Arbeit. Wir sind froh, dass wir sie haben, damit unseren Kindern nicht nur Bildung, Lebensort und Lernort Schule gemeinsam auf den Weg gegeben werden, und dass sie auch wirklich eine tolle Arbeit machen. Dafür sagen wir Danke schön. (Beifall bei den Grünen und Abgeordneten der CDU)

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