Sandra Boser
Die Zahl muss ich Ihnen nachliefern; ich habe sie jetzt nicht in meinen Unterlagen. Bei den anderen: Das ist eben immer extrem einzelfallbezogen. Da könnte ich jetzt Konstrukte spinnen, weshalb die Entfristung doch nicht geklappt hat, beispielsweise, weil die Stelle am Ende mit einer Laufbahnbewerberin, einem Laufbahnbewerber besetzt werden konnte. Das wäre eine Begründung. Oder der Bedarf an der Schule hat sich verändert. Die Verträge, die entfristet werden, sind ja extrem schulscharf, also schulbezogen, weil der Bedarf auch langfristig von dieser Schule ausgehen muss. Das heißt, diese Einzelbeispiele können Sie uns gern – – Sie waren ja auch schon zu bestimmten Fällen mit Ministerin Schopper im Austausch. Ich weiß, von Ihnen liegen schon Anfragen vor. Das müsste man dann wirklich im Einzelfall prüfen. Es ist für die betreffende Person wirklich schwierig in der aktuellen Situation. Zwar haben wir einen hohen Bedarf an Lehrkräfteeinstellungen, auf der anderen Seite merken wir jetzt aber gerade, dass sich die Bedarfe komplett verschieben. Ich nehme jetzt nur einmal den Bereich Grundschulen. Dort haben wir inzwischen hohe Bewerberzahlen, auch aufgrund der Zahl von Studienplätzen, die wir erhöht haben. So können Personen, die an einer Grundschule mit einem befristeten Vertrag angestellt waren, jetzt eventuell nicht mehr an dieser Schule angestellt werden aufgrund der Lehrkräfte, die aus dem Studium kommen. Das sind immer Einzelfälle, die man sich genau ansehen muss. Deswegen kann ich jetzt nicht pauschal beantworten, warum man bei diesen Personen nicht entfristet hat. Wenn sie beispielsweise an einer beruflichen Schule waren: Dort haben wir noch einmal andere Stellen ausgegeben – im Kontext der 1 440 Stellen – als in den Bereichen Gymnasien, Grundschule oder SBBZ. – Aber es wäre spekulativ, wenn ich da jetzt weitere Konstrukte spinnen würde. Daher: Gern, wenn Sie nochmals Beispiele zu Personen haben. Wir müssen das aus Datenschutzgründen natürlich immer anonymisiert bearbeiten, aber das kann man sich schon noch einmal anschauen. Sie wissen ja auch: Oftmals ergibt sich auf den zweiten Blick doch noch eine Möglichkeit. Ich sage immer, wenn so etwas bei mir anlandet: Gern einfach nochmals mit dem RP in den Austausch gehen oder dann noch einmal sehen, welche Möglichkeiten es gibt – vielleicht eben auch durch den Direkteinstieg einen anderen Weg zu gehen. Ich weiß, für die Person ist das oftmals aufwendig, weil das nochmals mit weiteren Fortbildungen und Ähnlichem verbunden ist. Aber es gibt jetzt einfach Möglichkeiten, um in den Schuldienst einsteigen zu können, auch als nicht ausgebildete Lehrkraft. Wir brauchen die jetzt angestellten Lehrkräfte natürlich nach wie vor. Aber durch die hohen Einstellungszahlen verschiebt sich natürlich auch etwas. de – 135. Sitzung – Donnerstag, 13. November 2025
