Clara Resch
Vielen Dank, Herr Präsident. – Herr Minister, auf der Brenzbahn gilt jetzt der 155-m-Standard für die Bahnsteige. Was bedeutet das für die Züge und im Endeffekt auch für die Fahrgäste? Im Moment sind ja die Züge zu den Stoßzeiten oft sehr voll, und Menschen bekommen keinen Sitzplatz mehr. Wird sich da etwas ändern? Minister für Verkehr Winfried Hermann: Die Sitzplatzkapazität steigt erheblich. Wir haben ja heute noch sehr viel kürzere Züge im Einsatz, die etwa 80 m lang sind. Wir schaffen also fast die doppelte Kapazität. Es sind sicherlich auch schönere und modernere Züge. Was auch wichtig ist – das habe ich ja bezüglich der Einheitlichkeit gesagt –: Im Moment ist auch das Problem, dass man, wenn auf den Strecken bestimmte Zugtypen gefahren werden und dort Züge ausfallen sollten, dann dort keinen anderen Zugtyp als Ersatzzug einsetzen kann, weil der nicht mit der Infrastruktur kompatibel ist. Dadurch, dass diese Züge jetzt überall systematisch eingesetzt werden, können wir, wenn da mal etwas ausfällt, einen anderen Zug einsetzen, der auch passt. Insofern ist das Angebot auch stabiler. Denn es wird auch in Zukunft noch immer Störungen geben. Da brauchen wir uns nicht vorzumachen, dass das alles völlig glattlaufen würde. (Abg. Michael Joukov GRÜNE meldet sich.)
