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Dr. Patrick Rapp

24.07.2025 Sitzungen 17/129

Sehr geehrter Herr Präsident, lieber Kollege Reith! Zunächst einmal vielen Dank für die Fragen. Sie gestatten, dass ich am Beginn einige Worte über die Landeskampagne Start-up BW verliere, mit der wir seit 2017 den Gründungs- und Start-up-Standort Baden-Württemberg stärken. Zunächst einmal: Ziel der Landeskampagne ist es, die flächendeckend über das Land verzweigten Ökosysteme im Start-up-Bereich zu stützen, die Sichtbarkeit des Gründerlands Baden-Württemberg zu stärken, die an einer Gründung Interessierten zu unterstützen, aber auch die Start-ups in einem dichten Partnernetzwerk mit unterschiedlichen Maßnahmenbündeln zu verankern. Aufbau, Zusammensetzung, Komponenten: Zur Start-up-Kampagne in Baden-Württemberg gehören die Gründerzentren, die es hier in unterschiedlicher Verteilung gibt, die sogenannten „Start-up BW Acceleratoren“, als zentrale Einheit – das kennen Sie auch – der „Start-up BW Summit“, den wir jeden Sommer in Stuttgart veranstalten mit einem nationalen, aber mittlerweile auch einem internationalen Schwerpunkt, sowie die speziellen Angebote wie „Start-up BW Young Talents“, mit dem wir speziell Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Schulformen ansprechen und versuchen, sie auch für das Thema „Selbstständigkeit und Gründung“ zu sensibilisieren, und „Start-up BW Local“ mit einem Schwerpunkt auf der Fläche des Landes. Zu Ihrer Frage nach dem Abschlussbericht, der Wirkungsevaluierung der Landeskampagne, den wir auch im Koalitionsvertrag so vereinbart haben: Es ist tatsächlich alles planmäßig gelaufen. Ich komme auch gleich dazu, warum Ihnen das nicht vorliegt. Es gibt einen ganz einfachen Grund. Wir haben mit externen Gutachtern zusammengearbeitet. Im ersten Quartal wurde der Bericht auch übermittelt. Das heißt, die Ergebnisse der Evaluation liegen vor. Es gab aber keine Vereinbarung zwischen Parlament und Regierung, dass eine Berichtspflicht besteht. Deswegen haben wir das auch nicht veröffentlicht, wie Sie es im ersten Teil Ihrer Frage angemerkt haben. In einem Beitrag der Denkschrift 2024 des Rechnungshofs – wenn ich es richtig weiß, ist es die Drucksache 17/7101 – (Abg. Ulli Hockenberger CDU: So ist es!) wird über das Förderprogramm noch mal berichtet. Da geht es im Schwerpunkt um die „Start-up BW Acceleratoren“. Er iode – 129. Sitzung – Donnerstag, 24. Juli 2025 wird dem Landtag Ende September übergeben. Das heißt, hier finden Sie dann tatsächlich auch große Teile dessen, was im Evaluationsbericht, im Wirkungsbericht stand. Das ist der erste Punkt. Das Zweite wird sein – aber das geht jetzt darüber hinaus –: Mit Blick auf die unterschiedlichen Auswirkungen und Förderprogramme – da geht es um „Start-up BW Pre-Seed“, aber auch um „Start-up BW Pro-Tect“ – werden wir bis zum 31. Dezember im Zusammenhang mit einem Denkschriftbeitrag abliefern. Das heißt, Sie bekommen es im Parlament auf jeden Fall auch noch in schriftlicher Form. Wichtig ist aber: Die Abläufe, wie sie vereinbart waren, erfolgten tatsächlich pünktlich. Der Bericht liegt uns vor. Er war für unsere Fachabteilung im Ministerium Grundlage für die Weiterentwicklung. Wenn Sie fragen, was die wesentlichen Inhalte waren, will ich zwei in den Fokus nehmen. Beim ersten Bereich ging es im Schwerpunkt um die Kommunikation, darum, die Marke „Start-up BW“ national wie international viel stärker in den Mittelpunkt zu stellen. Das machen wir werblich mit den üblichen Marketingmaßnahmen auf den unterschiedlichen Kanälen, machen es aber auch über Veranstaltungen, über Netzwerke, die wir, das Wirtschaftsministerium, bedienen – bis hin zu dem internationalen Netzwerk „Vier Motoren für Europa“, zu dem Baden-Württemberg, Katalonien, die Lombardei und die Region Auvergne-Rhône-Alpes gehören. Wir bringen auch hier die Start-up-Ökosysteme zusammen, um unsere Landesmarke zu stärken. Das spielt auch eine Rolle, wenn es darum geht, im Rahmen der Internationalen Bodensee-Konferenz etc. einen Schwerpunkt zu setzen. Beim zweiten Schwerpunkt ist es um die „Start-up BW Acceleratoren“ gegangen, darum, sie auch weiterzuentwickeln. Das läuft im Haus ohnehin, weil es für uns ein ständiger Prozess ist, ein Abgleich. Es sind ja Investoren mit drin – Venture-Capital –, aber auch andere Player, die uns nach irgendwelchen Events laufend Rückmeldungen geben. Auch das fließt immer ein. Es ist für uns, wie gesagt, ein dynamischer Prozess und insofern seit Bestehen immer wieder in der Weiterentwicklung begriffen. Ich denke, Ihnen brauche ich es nicht zu sagen – Sie sind ein Experte –: Wir haben derzeit ein sehr volatiles Umfeld mit unterschiedlichen Einflussfaktoren. Das heißt, es verschieben sich immer wieder mal Schwerpunkte inhaltlicher Art, aber auch Schwerpunkte, was die Branchenzuordnungen oder die Branchenanforderungen angeht, was die Innovation betrifft. Insofern besteht ohnehin laufend die Notwendigkeit zum Update.

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