Stephen Brauer
Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! (Zuruf des Abg. Dr. Markus Rösler GRÜNE) Ich möchte mich zunächst für meine unambitionierte Rede zum Landesarchivgesetz in der letzten Woche entschuldigen. Das war kurz vor der Bürgermeisterwahl in Gaildorf. (Heiterkeit – Beifall des Abg. Thomas Poreski GRÜ- NE) Unsere Mitarbeiterin aus dem Verfügungsraum hat gesagt: „Das war aber keine gute Rede.“ (Heiterkeit) Ist das richtig? – Stimmt. Ich möchte die Gelegenheit auch nutzen, mich zu verabschieden und Danke zu sagen. Ich war jetzt sieben Jahre hier bei Ihnen, zunächst im Petitionsausschuss und im Landwirtschaftsausschuss und dann im Finanzausschuss und im Wissenschaftsausschuss. Im Petitionsausschuss und im Landwirtschaftsausschuss habe ich auch viel gelernt, aber die Fußstapfen von Fritz Bullinger sind da natürlich riesengroß gewesen. (Abg. Andreas Deuschle CDU: Das stimmt! – Abg. Dr. Timm Kern FDP/DVP: Hört, hört! – Weitere Zu- rufe, u. a.: Oh ja! – Der große Fritz! – Der Amtschef!) Ich bin dann in den Finanzausschuss und in den Wissenschaftsausschuss gewechselt. Als finanzpolitischer Sprecher meiner Fraktion hatte ich die Gelegenheit, mit Rainer Stickelberger und dann mit Martin Rivoir als Ausschussvorsitzenden zusammenzuarbeiten. Sie sind ja beide für ihre speditive Sitzungsleitung bekannt. Manchmal haben Kollege Mack und ich den 16:09-Uhr-Zug, den ICE, nach Hause erwischt – natürlich nur, um weitere Termine im Wahlkreis wahrzunehmen. (Vereinzelt Heiterkeit – Abg. Raimund Haser CDU: Ja, klar!) Ohne Martin Rivoir wären wir in New York aufgeschmissen gewesen. Frank Bonath, Rudi Fischer und ich sind als Landeier in New York herumgeirrt – Martin kommt ja aus Ulm, einer größeren Stadt. (Heiterkeit – Beifall bei Abgeordneten der FDP/DVP und der CDU – Abg. Nese Erikli GRÜNE: Er ist ge- rade leider nicht da!) Er führte uns durch das nächtliche New York. Er führte uns aus dunklen Ecken heraus, in die wir ohne ihn gar nicht gekommen wären. (Heiterkeit) eriode – 129. Sitzung – Donnerstag, 24. Juli 2025 Vielen Dank an die finanzpolitischen Sprecher der anderen Fraktionen in beiden Legislaturperioden für das kollegiale Miteinander und das konstruktive Streiten. (Zuruf: Gern geschehen!) Ein herzliches Dankeschön auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landtagsverwaltung. Vielen Dank an Sie alle, liebe Kolleginnen und Kollegen, dass Sie immer für die besten Lösungen streiten, hier in der Herzkammer der Demokratie, im Parlament. Ich verlasse Sie Richtung Gaildorf, ein schönes Städtchen im Landkreis Schwäbisch Hall mit 12 000 Einwohnern. Besuchen Sie mich doch mal. Wir können über alte Zeiten reden, über Reisen nach Indien, wo ich mit Frau Olschowski fast nicht über die Straße gekommen wäre – eine sechsspurige Autobahn, also in eine Richtung sechs Spuren, in die andere Richtung auch sechs Spuren. Frau Olschowski war deutlich mutiger als ich. Ich habe es dann gar nicht mehr zum Goethe-Institut geschafft. Wir können über New York sprechen. Da hat jemand in der Metropolitan Opera geschnarcht. Ich habe gedacht: Hoffentlich ist das keiner von uns. Ich hatte Rudi Fischer im Verdacht, weil das doch immer ein anstrengendes Programm war. (Heiterkeit – Zuruf des Abg. Rudi Fischer FDP/DVP) Rudi ist ja schon 70. Ich habe gedacht: Er wird doch nicht. Aber er ist wie eine Eins dagesessen. Es war dann die jagdpolitische Sprecherin einer anderen Fraktion, die eingeschlafen war. (Heiterkeit – Abg. Dr. Markus Rösler GRÜNE: Oh! Da gibt’s bloß eine! Kollegin Schweizer schnarcht?) Wir können natürlich auch, lieber Bernd Mettenleiter, über das Saunieren auf fahrenden Schiffen sprechen. (Abg. Nese Erikli GRÜNE: So genau wollen wir das nicht wissen!) Wir waren da in der Sauna getrennt nach Männlein und Weiblein. Frau Aras war auch dabei. (Heiterkeit – Abg. Dr. Markus Rösler GRÜNE: Jetzt wird es hier aber! – Zuruf der Abg. Nese Erikli GRÜ- NE)
