Guido Wolf
Herr Minister, herzlichen Dank für Ihre Ausführungen. Ich will ausdrücklich den von Ihnen benannten Schulterschluss unterstreichen. Wir haben da seitens der Anwohner im Süden und des Verkehrsministeriums sehr gut und konstruktiv zusammengearbeitet. Dass sich im Lenkungskreis und in der aus dem Lenkungskreis heraus entwickelten Taskforce immer wieder Schritte nach vorn entwickelt haben, ist einerseits eine ganz tolle Nachricht. Es zeigt sich, dass sich der Kampf lohnt. Sie haben gesagt: Wo ein Wille ist, ist ein Weg. Ich sage: Wo ein Wille ist, ist offensichtlich auch ein Gleis, sei es auch nur ein temporäres. Aber andererseits schließe ich daraus natürlich auch, dass sich der Kampf möglicherweise auch weiterhin lohnt. Deswegen meine Frage: Sind Sie mit mir der Auffassung, dass die jetzt temporär eingerichtete Taskforce im Grunde ihre Aufgabe noch nicht erfüllt hat, sondern weiterhin am Werk bleiben muss? Zwar sind wir einerseits froh, dass die Gäubahn bis März 2027 offen bleibt, andererseits ist aus unserer Sicht aber die Frage der sich dann anschließenden viermonatigen Verbindung an den Stuttgarter Hauptbahnhof noch nicht final geklärt. Da möge eine Taskforce prüfen, wie man in diesen vier Monaten die Rahmenbedingungen für die Fahrgäste noch mal deutlich verbessern kann. Minister für Verkehr Winfried Hermann: Unbedingt. Die Taskforce hatte jetzt den Auftrag, überhaupt mal eine Lösung, wie der Ablauf des Bauens aussehen kann, vorzulegen. Am Ende haben wir gesagt – wir konnten ja nicht förmlich zustimmen –: Ja, so kann man es machen. Weil wir die Probleme in der Folgezeit sehen, die nicht gelöst sind – vor allem beim Fahrplan und beim Schienenersatzverkehr –, muss die Taskforce weiterarbeiten und muss jetzt wirklich Vorschläge machen. Dann muss man schauen: Was kommt da heraus? Lässt sich das einigermaßen lösen? Oder ist es doch so schwer lösbar, dass man es vielleicht noch mal neu denken muss? Also, ich bin da, wie Sie wissen, (Abg. Guido Wolf CDU: Kreativ!) kreativ und offen.
