Dr. Uwe Hellstern
Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! „Kostenfalle H2-ready-Gaskraftwerke – Holzweg zum nächsten Milliardengrab?“: Entschuldigung, liebe Kolleginnen und Kollegen, ich muss zugeben, die Frage ist teilweise überholt. Zur Zeit der Fragestellung hat man sich tatsächlich noch um Milliardenlöcher Gedanken gemacht. Es war noch die Zeit vor Friedrich dem Wählertäuscher und seinem neuen Freund Lars dem großen Klingelbeutel, (Heiterkeit der Abg. Carola Wolle AfD) die jetzt beschlossen haben, ins Billionenspiel einzusteigen. (Beifall bei der AfD) Die beiden neuen Shootingstars auf dem Deck der Schuldentitanic Deutschland haben beschlossen, es in ihrer Regierungszeit noch mal richtig krachen zu lassen, egal, was und wer danach kommt. Hatte einst Mutti Angela deutsches Geld noch mit der Schippe rausgeworfen, so kommt nun im Zuge der neuen Zeit ein eigens konzipierter Schaufellader zum Einsatz aus einer der neuen Rüstungsschmieden, die die Welt dringend gebraucht hat. Immerhin haben es die Grünen aber geschafft, bei ihrem Abgang aus der Bundesregierung noch ins Schuldenpaket hineinzuverhandeln, dass auch weiter Geld in ihr finanzielles Massengrab namens Energiewende fließt. (Beifall bei der AfD) Zu Klimaschutz und CO -Emissionen werde ich jetzt wohlweislich wenig sagen. Denn damit hat die in Deutschland inszenierte Energiewende in Wirklichkeit nicht viel zu tun. Jüngste Kronzeugen dafür: die DUH – die Deutsche Umwelthilfe – und das Center for American Progress, eine amerikanische Umwelt-NGO. Die haben in Bonn im Vorfeld der Klimakonferenz vom Herbst – zwischen dem 16. und dem 26. Juni war die Vorbereitungskonferenz in Bonn für die COP 30 – zusammen verlautbart: LNG Projects Are a Bad Deal for Germans and Americans. Wo sie recht haben, haben sie recht. Die Wahrheit, die ich Ihnen schon x-mal erklärt habe, die Sie aber noch immer eisern bestreiten – (Abg. Thomas Poreski GRÜNE: Weil es keine ist!) (Dr. Uwe Hellstern) siehe auch Drucksache 17/6556 Ziffer 13 –, nämlich dass der Umbau unserer Energiewirtschaft für den Zweck der Emissionsminderung vollkommen ineffizient ist, wird jetzt selbst von den Klimasirenen bestätigt. Auf einen um 30 % höheren Klimaeffekt als bei Steinkohle kommt die Literatur inzwischen bei der Berechnung der Wirkung von LNG-Gas aus Fracking, das in Gaskraftwerken verfeuert wird. Wer emissionsfreie Kernkraftwerke abstellt, um sie zunächst durch maximal dreckige LNG-Kraftwerke zu ersetzen, der hat mit Klimaschutz wirklich gar nichts zu tun. (Beifall bei der AfD) „Teuer und dreckig“, das ist bei Ihnen das Motto bei Energie. Ihre ökologisch unverantwortlichen Windmühlen im Schwachwindland Baden-Württemberg, gepaart mit der Mittagsphotovoltaik, können nun mal den Energiebedarf bei Strom in der winterlichen Hauptbedarfsperiode nicht decken. Im Sommer spammen Sie die Stromnetze mit PV-Überschussstrom zu, der zu Negativpreisen irgendwie entsorgt werden muss, damit uns nicht das spanische Blackout-Schicksal droht, (Abg. Michael Joukov GRÜNE: Was?) im Winter sind die Zufallsenergien oft ein Totalausfall. (Abg. Andreas Stoch SPD: Totalausfall, ja, korrekt!) Ihre teuren Lückenbüßergaskraftwerke, über die wir heute reden, sind in den Zeiten, in denen sie eingesetzt werden, nämlich dann, wenn richtig viel Strom gebraucht wird, dermaßen dreckig, dass sie jedes im Sommer eingesparte Gramm CO wieder eliminieren. Abhilfe aus dem Dilemma, dass Energiebedarf und Energieaufkommen bei Ihrer Voodoo-Energiewende nicht zusammenpassen, soll nun das Wundermittel Wasserstoff leisten. (Beifall bei der AfD) Das klappt aber nicht. Wie alle Ihre dilettantischen Rettungsversuche für Ihre gescheiterte Ideologie wird das die Situation eher weiter verschlechtern statt sie zu lösen. H , der „Champagner der Energiewende“, ist eigentlich die nachteiligste Energiespeicherform, die man sich vorstellen kann: explosiv, teuer, kaum transportierbar, extrem schlecht lagerbar, klimawirksam bei Leckagen usw. (Abg. Daniel Lede Abal GRÜNE: Und dann? Was machen wir dann? – Glocke des Präsidenten)
