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Dennis Birnstock

FDP 10.04.2025 Sitzungen 17/121

Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen, meine sehr verehrten Damen und Herren! Normalerweise freut man sich, wenn sich Kolleginnen und Kollegen endlich für Sportpolitik interessieren. Insofern ist es schön, dass auch die AfD das Thema „Olympische Spiele“ entdeckt hat. Schade ist jedoch, dass das Ganze mit der Realität rein gar nichts zu tun hat. Der Antrag, über den wir heute sprechen, stammt aus dem Februar 2023 und damit aus einer Zeit, als der Deutsche Olympische Sportbund gerade erst begonnen hatte, mit allen relevanten Partnern ein tragfähiges Konzept für eine mögliche Olympiabewerbung Deutschlands zu entwickeln. (Zuruf des Abg. Anton Baron AfD) Jetzt, zwei Jahre später, bringt die AfD diesen Antrag zu einem Zeitpunkt auf die Tagesordnung, an dem die Gespräche längst weiter sind und – kleiner Spoiler – Städte aus Baden-Württemberg aktuell gar nicht mehr zur engeren Auswahl gehören. (Zuruf des Abg. Anton Baron AfD) Ich frage mich ernsthaft: Hat man bei der AfD einfach den Kalender verlegt, oder ist das der Versuch, sich verspätet an eine sportpolitische Debatte dranzuhängen, von der man schlicht nicht mitbekommen hat, dass sie schon weitergezogen ist? (Beifall bei der FDP/DVP – Abg. Daniel Lede Abal GRÜNE: Das waren die Ängste vor den Ausländern, die mit den Olympischen Spielen kommen!) Was wir hier sehen, ist ein Antrag, der offenbar komplett am organisierten Sport vorbei entwickelt wurde: keine Rücksprache mit dem Landessportverband, keine Koordination mit den Kommunen, keine konkreten Aussagen zur Infrastruktur, zur Nachhaltigkeit oder zu Kosten.

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