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Manuel Hailfinger

CDU 10.04.2025 Sitzungen 17/121

Vielen Dank. – Herr Präsident, verehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich freue mich sehr, dass wir heute das Thema „Olympische Spiele“ auf der Tagesordnung haben und uns darüber ein bisschen austauschen; denn es ist ein wichtiges Thema. Ich möchte Ihnen vorneweg ein paar Informationen mitgeben. Die rund 11 000 Sportvereine in Baden-Württemberg hatten zum 31. Dezember letzten Jahres rund 4,2 Millionen Mitglieder. Das ist erneut ein Rekord. Das heißt, wir sind weiterhin auf einem sehr guten Weg; die Vereine entwickeln sich sehr positiv. (Beifall bei der CDU und den Grünen sowie Abge- ordneten der SPD und der FDP/DVP) Wir haben damit den höchsten Organisationsgrad in ganz Deutschland. Da kann kein Land mithalten. Wir haben rund 40 % Organisationsgrad in unseren Sportvereinen. In vielen Bundesländern ist das nur die Hälfte. Das heißt, wir sind in der Breite schon mal sehr gut aufgestellt. Wenn Sie jetzt die letzten Olympischen Spiele und auch die Paralympischen Spiele Revue passieren lassen – ich beziehe mich jetzt einmal nur auf die Olympischen Spiele –, dann sehen Sie: Da gingen 33 Medaillen nach Deutschland, davon 18 nach Baden-Württemberg. Welch großer Erfolg für uns! (Beifall bei der CDU) Ich will es mal in aller Deutlichkeit sagen: Wenn alle Länder so stark bei Olympia wären – ich meine jetzt die deutschen Bundesländer –, dann wären wir im Medaillenspiegel mit Deutschland auf dem ersten Platz. (Beifall bei der CDU – Abg. Manuel Hagel CDU: Ge- nau!) Sie sehen also: Baden-Württemberg ist sowohl in der Breite als auch in der Spitze das Sportland Nummer 1 und eigentlich prädestiniert, Olympische Spiele auszutragen. ode – 121. Sitzung – Donnerstag, 10. April 2025 (Beifall bei der CDU) Jetzt kommt der andere Schwenk. Wenn du das machen willst, dann brauchst du eben vor Ort auch eine Kommune, die das tun will. (Zuruf: Richtig!) Dafür braucht man auch Bürgerinnen und Bürger, die das wollen. Das habe ich in den letzten Jahren hier in Baden-Württemberg so nicht vernommen. Viele von uns werden sich an die Bewerbung Stuttgarts um die Olympischen Spiele 2012 erinnern. (Abg. Daniel Lede Abal GRÜNE: Ja!) Das ging leider nicht so aus, wie wir alle uns das vorgestellt hatten. (Abg. Daniel Lede Abal GRÜNE: Nicht mal annä- hernd!) Schon im nationalen Ranking sind wir leider mit Stuttgart auf dem letzten Platz gelandet. Das hat bestimmt ein Stück weit den Schwung herausgenommen, es jetzt erneut zu probieren. (Abg. Andreas Deuschle CDU: Jetzt haben wir einen Bahnhof!) – Ja. (Vereinzelt Heiterkeit) Das heißt aber nicht, dass wir den Kopf deshalb in den Sand stecken müssen. Wir haben eine unglaublich große Chance. Der Prozess läuft jetzt. Bis Ende Mai werden die Städte Berlin, Hamburg, München und auch die Region Rhein-Ruhr ihre Konzepte beim Deutschen Olympischen Sportbund einreichen. Die werden dort geprüft, und zwar dahin gehend, ob die Sportstätten so vorhanden sind, wie man sie braucht, und insbesondere, ob das olympische Dorf so realisierbar ist, wie man es am Ende des Tages braucht, damit es funktional ist. Ich war mit dem Kollegen Birnstock im Dezember 2023 bei dieser Versammlung mit dabei, als der Deutsche Olympische Sportbund in Baden-Baden getagt hat und dort diese wegweisende Entscheidung getroffen hat, in Deutschland Olympische Spiele durchzuführen – was mich sehr freut. Ich denke, dem Kollegen Birnstock ging es damals genauso. Ein klares Signal: Olympische Spiele in Deutschland, dafür setzen wir uns alle ein. (Beifall bei der CDU und Abgeordneten der FDP/ DVP) Es gab bei mir aber auch das Feeling, die Olympischen bzw. Paralympischen Spiele live miterleben zu dürfen, und zwar zusammen mit Ministerin Schopper sowie den Kollegen Gehring und Lorek. Wir waren im letzten Sommer unterwegs und haben gesehen, wie toll Paris es im Endeffekt gemacht hat. Paris hat auch sehr viel vorgemacht, was man in der Umsetzung hinbekommen muss: dass möglichst alles sehr kompakt bei- (Manuel Hailfinger) einander ist und dass es vor allem im Sinne der Nachhaltigkeit hinterher noch einen Nutzen hat. (Beifall bei Abgeordneten der CDU – Abg. Manuel Hagel CDU: „Stürmischer Beifall bei der CDU“!) Wenn jetzt das Bewerbungsverfahren läuft, wird man die Bürgerinnen und Bürger dort noch mitnehmen. Es ist so, dass bis Ende Mai die Konzepte eingereicht werden. Dann wird der Deutsche Olympische Sportbund bis zum Jahresende das prüfen, was ich gerade schon dargestellt habe. Im Anschluss können diese Städte bzw. kann diese Region dann noch Bürgerentscheide durchführen, also die Bürger mitnehmen auf dem Weg, ob das dann tatsächlich durchgeführt werden soll. Im Herbst 2026 wird dann die zentrale Entscheidung fallen. Da gibt es eine Bewertungsmatrix, die dann dazu führt, dass entweder diese Region oder eine dieser Städte am Ende die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 austragen wird bzw. werden. (Abg. Christian Gehring CDU: Oder alle drei?) – Alle drei am besten. (Vereinzelt Beifall) Ich will damit sagen: Eigentlich müssen wir für Baden-Württemberg jetzt das Beste herausholen. Ich habe gerade dargestellt: Baden-Württemberg ist das Sportland Nummer 1, und jetzt können wir noch vieles tun. Da kommen so viele Menschen aus der ganzen Welt nach Deutschland, egal, wo es jetzt stattfindet, und wir könnten hier eigentlich Basecamps einrichten. Wir könnten Trainingsstätte sein in dieser Zeit bis zu diesen Olympischen Spielen. Wir könnten sehr gute Gastgeber auch in Baden-Württemberg sein. Vor allem eines können wir tun: (Zuruf der Abg. Gabriele Rolland SPD) Wir können schauen, dass dann vielleicht 40 Menschen statt 18 aus Baden-Württemberg kommen, die Medaillen gewinnen. Dahin muss die Intention gehen: dass wir dazu beitragen, dass wir bei den Olympischen Spielen in Deutschland im Medaillenspiegel Platz 1 belegen. Vielen lieben Dank für die Unterstützung. Bis dahin! (Beifall bei der CDU und Abgeordneten der Grünen)

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